Pink Lake und Big Desert

(26.11-27.11)

Schonmal einen rosa See gesehen? Wir auch nicht. Daher mussten wir am Pink Lake, ein Stück oberhalb von Dimboola, unbedingt anhalten. Unglaublich aber wahr, das Wasser  war wirklich rosa Zwinkerndes Smiley

Meer und Berge hatten wir nun schon gesehen. Aber nun musste endlich mal etwas Wüste her, das gehört ja wohl zu einem Australienurlaub. Auf der Karte lasen wir “Big Desert”. Klingt gut, dachten wir uns und los ging es. Big Desert bedeutet vorallem flache Büsche, Sand, Hügel und staubige Straße. Wir fuhren ungefähr 100 km durch sogenanntes “Nichts”, aber es kamen uns auf dieser sonst ziemlich öden Strecke sogar ein paar Menschen in Autos entgegen. Ansonsten sahen wir unterwegs eine kleine Echse und verrückte australische Camper.

Für 15 AUD konnten wir in Murrayville endlich mal wieder duschen und bequem campen. Das Aufwachen am nächsten Morgen fühlte sich fast an wie daheim. Tauben gurrten und irgendwo in der Nähe krähte ein Hahn ausgiebig. Australisches Dorfleben, eben nicht viel anders als bei uns.

 

The Grampians

(24.-26.11.2016)

 

Nach der Grat Ocean Road beschlossen wir, dem Wasser den Rücken zu kehren. Wir fuhren ins Gebirge. Die Grampians sehen im Prinzip aus wie eine Mischung aus Alpen und Elbsandsteingebirge -ein Eldorado für Wanderer oder Kletterbegeisterte. Und weil wir es eben drauf haben, beschlossen wir, gleich am ersten Tag Mt. Abrupt, in den südlichen Grampians, zu besteigen.

Unser Campingplatz befand sich dann im tiefsten Bush. Hier mangelte es uns eigentlich an nichts, außer am Handyempfang.

Am nächsten Tag besichtigten wir Mt. William und die Mackenzie Falls. Beides war mit anstrengenden Auf- und Abstiegen verbunden, was zusammen mit dem Muskelkater vom Vortag ein besonderer Spaß war (vorallem für Jojo).

Über ein paar hügelige und staubige Pisten begaben wir uns dann mit “Friedrich – The Iron Pig” in Richtung Billima Shelter, einem Felsen mit Malereien der Aborigines.

Great Ocean Road (22./23.11.)

Auf dem Weg zur “Great Ocean Road” ist nicht viel passiert.

Wir verbrachten den kompletten Sonntag auf einem Rastplatz und haben begonnen, uns im Auto zu organisieren.

Den nächste Tag verbrachten wir in Geelong, während der Zahnriemen von “Friedrich” getauscht wurde. Es läuft eben nicht immer alles glatt und es passiert auch nicht jeden Tag ein tolles Abenteuer.

Am Dienstag konnten wir dann endlich in Richtung Great Ocean Road aufbrechen. Wir hatten am Sonntag in der Touristeninformation einige Tips von einem “Aussie” erhalten. (Leider nicht alles verstanden bzw. gemerkt) Dennoch waren wir mit allerlei nützlichem Kartenmaterial ausgestattet. Zuerst besichtigten wir (von außen) den Leuchtturm in Aireys Inlet. Mit dem Auto ging es dann weiter Richtung Lorne zu Teddy’s Lookout, hier gab es einige der vielen bunten Vogelarten zu bewundern und ein netter Sydneysider gab uns noch einen Tipp, wo wir an der Great Ocean Road wilde Koalas bewundern können. (“More than 1 on every tree, I promise!” (Zwinkerndes Smiley) Nach einem weiteren kurzen Stück Autofahrt machten wir spontan Halt an den Triplet Falls, deren Besichtigung ca. 1 Stunde Fußmarsch in Anspruch nahm. Bei wechselhaft kaltem und warmen Wette, war dies anstrengender als zunächst vermutet.  Nach dem Ort Apolla Bay führt die Great Ocean Road ein Stück ins Landesinnere, an einer Abbiegung nahmen wir aber den Weg in südliche Richtung zu den Koalas – Cape Otway. Natürlich ist es nicht so, dass man aus einem fahrenden Auto heraus einfach so mal Koalas in den Bäumen sitzen sieht. Wir hatten uns das etwas leichter vorgestellt. Einziger Anhaltspunkt waren Trauben von Touristen die ab und zu mal am Straßenrand standen und wild gestikulierend und mit zahlreichen Kameras bewaffnet in die Bäume zeigten. Es war uns aber ehrlich gesagt zu doof, uns daneben zu stellen und Bäume zu fotografieren Zwinkerndes Smiley Außerdem war es eine Kunst unseren Friedrich an den wild fallengelassenen Autos und Wohnmobilen vorbei zu manövrieren.  Schließlich kamen wir auf eine Art Waldweg(gravel road) und konnten auf dem Weg zum Campingplatz doch noch ein Koalabild schießen. Der zeigte uns zwar nur seinen Rücken, aber sei’s drum Zwinkerndes Smiley Unser persönlicher Koala wartete dann am Campinglplatz auf uns. Diesen entdeckten wir, nach unserem Abendspaziergang, in den Bäumen. 

Am Mittwoch war es mein Wunsch, zu aller erst nach Johanna zu fahren. Wenn es schonmal einen Ort mit meinem Namen gibt, auch wenn es am anderen Ende der Welt ist, dann muss ich da auch hin. Und es hat sich definitiv gelohnt. Der Ausblick auf den Strand und das tiefblaue bzw. türkisblaue Wasser war gigantisch. Auf dem Rückweg kreuzte sogar noch eine blau-schimmernde Schlange unseren Weg. The first one!! Weiter ging es dann zu den Twelve Apostles. Diese Idee hatten leider viele Andere auch. Und so drängelten wir uns zwischen allerlei anderen Touristen von Lookout zu Lookout, in der Hoffnung ein ordentliches Bild schießen zu können. Die Sonne tat uns einen Gefallen und ließ sich ebenfalls blicken, sodass wir auch ganz ordentliche Bilder machen konnten.  Falls einer von euch jemals vor hat, die 12 Apostel zu besuchen, kommt früh am Morgen hier her oder ganz spät bei Sonnenuntergang. Ja Papa, ich habe deine Worte in den Ohren, aber man kann halt leider nicht immer überall der Erste sein Zwinkerndes Smiley.

Mann muss aber ehrlich sagen, dass alles was nach den Aposteln kommt (westlich) noch wesentlich beeindruckender ist und eigentlich den besseren Teil der Strecke darstellt. Leider war uns das Wetter nicht mehr wohlgesonnen und es fing  an zu regnen. Zum Abschluss übernachteten wir für läppige 32$ in einem Caravanpark – endlich wieder duschen Zwinkerndes Smiley

Phillip Island

Nach der sehr windigen Nach in der Nähe vom Moonlit Park ging es weiter in Richtung Phillip Island.

Dort angekommen entschieden wir uns kurzerhand für eine Wanderung (Bilder sagen mehr als 1000 Worte).

Die Fliegen mochten uns und alle anderen Wanderer besonders gerne. Und so spielten wir Fliegentaxi Trauriges Smiley.

Gegen Abend wollten wir uns die Penguin Parade anschauen, da die aber mal wieder 25$ haben wollten, sind wir einfach weiter Richtung Nobbies Centre gefahren. 

On the road

Am Mittwoch Nachmittag war es endlich soweit. Endlich wurde uns der Schlüssel für unser zukünftiges “Zuhause auf Rädern” übergeben. Mit dem netten Hostelmanager konnten wir uns auch darauf einigen, die Unterkunft einen Tag früher zu verlassen.

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Unser erstes Stop war aber nicht der Strand sondern Kmart und Coles in einem riesigen Einkaufszentrum. Wir mussten uns eben erst mit allem Notwendigen eindecken. Danach hielten wir einfach irgendwo östlich von Melbourne am Beach an. Traumhafter Ausblick, aber eiskaltes Wasser und viiiieeel Wind. Ein längerer Aufenthalt kam für uns nicht in Frage und so fuhren wir weiter, um uns den Moonlit Wildlife Park anzuschauen. Für 20$ sahen wir einige typische tierische Bewohner Australiens, unter anderem ein Wombat (Leute, die kriegen wir niemals ins Handgepäch, die wiegen mehr als 5 kg – kleine Fettsäcke).

Das große Highlight war das Känguru (Wallabys) füttern Smiley

 

Melbourne – first steps in Australia

Endlich angekommen!

Nach fast 13 Stunden FLug hatten wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen und machten uns direkt auf den Weg in die City. Vom Banhof Southern Cross Station hatten wir noch einen ca. 1 km langen Fußweg bis zum Hostel, in dem wir gegen 9 Uhr dann endlich einchecken konnten. An Schlaf war jedoch noch nicht zu denken, unser erster Weg führte uns direkt zur Bank, um unser Konto zu eröffnen. Da wir dabei fast einschliefen, gaben wir uns geschlagen und gingen ins Bett. Nach fast 15h Schlaf war der erste Morgen fast 16.016 km weit weg von zu Hause noch etwas unwirklich.

 Am 2. Tag ging es für uns zu Aldi, 2 SIM-Karten besorgen. Danach genossen wir die Sonne im Park und trafen uns später noch mit einem Deutschen, der uns den wunderbaren Stadtteil Fitzroy (erinnert ein bisschen an die Leipziger Südvorstadt oder Dresdner Neustadt) zeigte, wo wir auch unser erstes australisches Bier genossen.

 Am 3. Tag  schlenderten wir am Vormittag bei Sonnenschein zu den Docklands. Am Nachmittag besichtigten wir in einem der Vororte von Melbourne unseren hoffentlich zukünftigen eigenen 4WD – Nissan Patrol Zwinkerndes Smiley Bei der anschließenden Probefahrt konnte sich Tom das erste Mal im Linksverkehr behaupten – well done, mate!

 Am Samstag besuchten wir St. Kilda im Süden der Stadt, leider spielte das Wetter nicht richtig mit, es herrschte ziemlich kühler und starker Wind, so dass wir uns nicht lange dort aufhielten. Ein paar Blicke auf schlafende Zwergpinguine, denen es scheinbar auch zu kühl war, konnten wir dennoch erhaschen. Wir beschlossen als nächstes die Royal Botanic Gardens anzuschauen, auf dem Weg dahin besichtigten wir noch den Shrine of Remembrance, ein Kriegerdenkmal. Im botanischen Garten angekommen, konnten wir dann endlich die wärmende Sonne genießen und versuchten uns einfach nur zu entspannen.

Der nächste Tag begann leider wettertechnisch unbeständig und wir beschlossen somit, am Vormittag das Sea Life Melbourne zu besuchen. Nach dem ca. 2-stündigen Rundgang war unser nächstes Ziel das Eureka Skydeck 88. Im Anschluss genossen wir auf dem Polish Festival am Federation Square eine polnische Rauchwurst mit Sauerkraut ( fast wie zu Hause) und noch 2 Bier in der Travelbar. Easy going…

Am Montag waren wir etwas unentschlossen. So liefen wir einfach durch die Stadt schauten uns im Vorbeigehen den Melbourne Star (Riesenrad), St. Pauls Cathedral, Fitzroy Gardens, St. Patrick’s Cathedral und die State Library Victoria an. Zum Schluss fuhren wir mit der City Circle Tram um das CBD herum.  Am Abend trafen wir ein paar Deutsche in St. Kilda. Unser eigentlicher Plan war es, den Super Mond zu sehen. Statt Super Moon gab es aber aufgrund der vielen Wolken nur Goon (Australisches Slang für Billigwein) im Park und danach noch ein Bier im Sister Bella.

Auf und ab der Gefühle oder wie komme ich am schnellsten nach Australien

7.11.2016 – jetzt wurde es ernst. Mit der halben Familie fuhren wir auf den Dresdner Flughafen, wo uns die andere Hälfte auch schon erwartete. Die Aufregung war einfach übermäßig. Nach der schmerzvollen und tränenreichen Verabschiedung konnten wir das erste Mal durchatmen. Jetzt mussten wir noch ca. 1,5 h bis zum ersten Flug warten.

Nachdem wir dann das erste mal im Zubringerbus saßen und uns mitgeteilt wurde, dass der Flieger aufgrund eines technischen Problems erst mal nicht starten konnte, mussten wir nochmals in den Wartebereich zurückkehren. Von unserem Anschlussflug in Düsseldorf konnten wir uns also gedanklich schon einmal verabschieden. Schließlich und endlich entfernte wohl der herbeigerufene Techniker ein Stück Klebestreifen vom Flugzeug und wir konnten das erste mal abheben. Endlich waren wir über den Wolken…. naja war schon ne ganz schön durchgerüttelte und wacklige Angelegenheit  – nicht nach Jojo’s Geschmack Trauriges Smiley 

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In Düsseldorf angekommen, ging das ganze Dilemma weiter. Den Anschlussflug hatten wir verpasst und unser Gepäck war ebenfalls nicht auffindbar. Man schickte uns von A nach B nach C und wieder nach A. Die nette Dame am AirBerlin-Schalter konnte uns schließlich auf einen anderen Flug umbuchen, unser Gepäck ausfindig machen und uns auch mit ein paar Snacks, Wasser und einem 10-€-Gutschein aufmuntern.

 

Gott sei Dank.

 

Die Wartezeit von 8 Stunden nutzten wir schließlich, um uns die lieben Aufzeichnungen mit Wünschen unserer Familien und Freunde anzuhören – natürlich mit reichlich Pipi in den Augen!!!! (P.S. wir wissen gar nicht, wie wir das verdient haben) Mit Emirates durften wir dann endlich das Land verlassen und begaben uns zunächst auf die Reise nach Dubai (6 Stunden) und nach kurzem Aufenthalt dort weiter nach Melbourne (13 Stunden). Der A380 bietet zwar genügend Platz für große Füße aber ansonsten ist “lange Fliegen” trotzdem nichts schönes. Zwinkerndes Smiley 

Surprise, Surprise

 

2 Tage vor dem geplanten Start unserer großen Reise waren wir von Jojos Cousine “komischerweise” zum Mittagessen eingeladen. Nach dem gemeinsamen Kochen, Essen und Quatschen wurden wir von Markus und Fine wieder nach Hause gefahren. Wie sich herausstellte war die Esseneinladung nur ein Ablenkungsmanöver gewesen. Denn an diesem Tag hatte unsere Familie und unsere Freunde eine Überraschungsparty für uns organisiert.

Erst nach einigen (alkoholischen) Getränken konnten wir realisieren was das los war.

 

Hiermit möchten wir uns an  dieser Stelle nochmals für die gelungene Feier und die unendlich viele Mühe bedanken.