Kleine Fische, große Haie – Port Lincoln (Eyre Peninsula II/III)

16.12.2016

Nun wollen wir euch auch mal von einem besonderen Erlebnis berichten, nicht, dass ihr euch langweilt!

Als wir nach Australien gekommen sind, haben wir sicherlich jeder für sich mal darüber nachgedacht, irgendwelche verrückten Dinge zu tun, ihr wisst schon den inneren Schweinehund überwinden und eine selbstgesetzte Grenze überschreiten. Nun, darüber nachzudenken ist ja das eine, und wenn man zu Hause auf dem bequemen Sofa anderen Leuten im TV beim Verrückte-Dinge tun zuschaut, mag das ja alles ganz nett sein und auch schön aussehen. Ja, aber wenn dann plötzlich der Tag gekommen ist, man die 500 AUS teuren Tickets in der Hand hält und man dann merkt, dass es kein Zurück mehr gibt, beschleicht einen doch ein bisschen das Gefühl, diese Entscheidung während geistiger Umnachtung oder vielleicht der letzten Goon-Party getroffen zu haben. Also rauf aufs Boot mit einem mehr oder weniger mulmigen Gefühl und ab auf die offene See. Wie es sich im Allgemeinen so mit Bootsfahrten verhält, sind die ja recht spaßig und regulär kitzelt es ein bisschen in der Magengegend. Aber unser Boot war keine Aida und das Meer hatte auch schlechte Laune. Also schaukelten wir auf recht gigantischen Wellen in Richtung Neptune-Island und der ein oder andere überlegte sich dann doch kurzerhand den zuvor fleißig angereicherten Mageninhalt (weil gute Verpflegung an Board) zu entleeren.

Nun zum Eigentlichen:

Wir hatten vor am Cage Shark Diving teilzunehmen. “Shark” meint hier den großen weißen Räuber. Ca. 70 km vor der Küste Port Lincolns nahe der Insel Neptune Island besteht eine Art maritimer Nationalpark, in welchem Tiere wie Australische Seelöwen, Neueeländische Seehunde, Thunfische, Bronzehaie und große Weiße Haie zu Hause sind. Hier machte das Bot halt und es wurde ernst für uns. Aufgeteilt in 4 Gruppen mit je 5-8 Leuten durften wir ca. 45 Minuten lang mit voller Tauchmontur in einen Käfig steigen und knapp 2 m unter der Wasseroberfläche den Haien beim Schwimmen zuschauen. Angelockt wurden sie zum einen durch ihre bloße Neugier und zum anderen, um dem Ganzen einen besonderen Kick zu verpassen, durch einen an einem Seil im Wasser baumelnden blutigen Köder. Wir bekamen Kaliber von ca. 4-5 m Länge zu Gesicht. Insgesamt waren 5 verschiedene Haie an diesem Tag zu beobachten. Jeder von uns hatte theoretisch einen Tauchgang frei und durchschnittlich sah man dabei 2 verschiedene Haie.  Wie kalt genau das Wasser an diesem Tag war, wussten wir nicht wirklich, aber nach ca. 20 Minuten im kühlen Nass wurde es doch recht frisch um den Kopf herum. Außerdem schaukelte der Käfig durch den Wellengang ebenfalls stark herum und man musste sich an die ganze Sache erst einmal gewöhnen.  Der letzte genehmigte Tauchgang für Leute, die einfach nicht genug kriegen konnten war ganz zum Schluss. Einige ganz Mutige konnten es sich dabei nicht nehmen lassen, nur mit normalen Badehosen oder Bikini tauchen zu gehen. Tom hat es so ungefähr 15 Minuten im Wasser ausgehalten, also keine Angst, erkältet haben wir uns nicht Zwinkerndes Smiley

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