Der Sonne hinterher (Silvester in Esperance)

Sonne, davon soll es in Australien ja regelmäßig viel geben. Aber irgendwie nicht  für uns. Ein frischer Wind trieb uns nach Esperance hinein und schickte dunkle Wolken, Regen und Gewitter hinterher. Was nun?  Denn unsere Laune war eigentlich am Nullpunkt angelangt. Wir wollten endlich wieder Schwimmen gehen und draußen in kurzen Hosen rumrennen. Außerdem gestaltet sich das Leben eines Backpackers, der seinen 4WD sein zu Hause nennt, bei Regen extrem schwierig. Kochen wird so gut wie unmöglich, eine heiße Dusche finden, um Körperpflege betreiben zu können, ist ebenfalls fast aussichtlos. Ok, Zähne zusammenbeißen, erst mal ein Bier im hiesigen Pub trinken und Frustfressen bei McDonalds. Dann traten wir den Rückzug an, denn einen freien Campingplatz gab es auch nur 25 km von der Stadt entfernt.

Nächster Tag – gleiches Spiel, das Wetter war besch****. Mehr als Ölwechsel bei Friedrich war nicht drin. Achso, eine heiße Dusche für 3 AUD konnten wir dann endlich im öffentlich Schwimmbad kurz vor Schließung nehmen. Das war ein Segen Zwinkerndes Smiley

Nächster Tag – neues Glück. Das Wetter schien endlich besser zu werden. Also stand ein Ausflug zum Kepwari Trail, der durch das Feuchtgebiet am Lake Warden, außerhalb der Stadt, führt, an. Danach besuchten wir endlich den Strand, aber zum Schwimmen war es (für uns) leider immer noch etwas zu frisch.

Nächster Tag – großes Glück. Heute war Silvester und zur Feier des Tages sprangen wir endlich in die Fluten. Es wurde auch Zeit. Für die Nacht hatten wir uns dann auf einem “Not”-Campingplatz auf dem Sportplatz für 9 AUD/Person einquartiert. Zum Abendessen wurde in der Pfanne “gegrillt”. Tom probierte sich an Kängurufleisch, außerdem gab es (furchtbare) australische Würstchen und (furchtbares) Hühnchensteak. Naja, wir legten eh mehr wert auf die Getränke; vor uns standen unter anderem 3 Flaschen Rum. Prost! Nach dem Abendbrot begaben wir uns zur Neujahrsfete in der Stadt. Diese Feierlichkeiten finden für den durchschnittlichen Australier natürlich ohne Alkohol statt. Für uns immer wieder ein seltsames Bild: ein Stadtfest voller nichtbetrunkener Menschen. Wo bleibt denn da der Spaß? Zwinkerndes Smiley In dem Fall machten wir den selbst und schmuggelten an ein paar tüchtigen Polizisten unsere Flaschen vorbei. Das Feuerwerk fand sehr familienfreundlich im 21 Uhr statt. Danach lehrten sich die Straßen und wir guggten etwas dumm aus der Wäsche. Einer unserer französischen Freunde hatte sich allerdings schon sehr mit dem Rum angefreundet und meinte in einen Springbrunnen auf einer Verkehrsinsel hüpfen zu müssen. Das gefiel ein paar vorbeilaufenden Australiern außerordentlich gut und so erhielten wir die Einladung mit in den Pub und später zu einer Hausparty zu kommen, um in das neue Jahr hinein zu feiern.

Ein gesundes und friedliches neues Jahr wünschen wir euch allen natürlich auch! Zwinkerndes Smiley

 

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