Perth, Pinnacles und ein paar Prinzen

“Its too hard to say goodbye – so see you later!. “ – mit diesen Gedanken und Vorsatz verabschiedeten wir uns von “unserer kleinen Farm”. Wir tauschten Abschiedsgeschenke aus, drückten unsere Ersatzfamilie und streichelten alle kleinen und großen Vierbeiner noch einmal, bevor wir dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge ins Auto stiegen und in Richtung Nordwesten davonbrausten.

Das war es also. Das Kapitel “Dairyfarm” war hiermit beendet. Und wir wissen, es war eine der besten Erfahrungen, die wir gemacht haben.

 

 

In Perth angekommen, erwartete uns ein (für unsere Verhältnisse) luxuriöses Hotelzimmer und ein Sandwich von Subways. Trotz des Tapetenwechsels schwelgten wir immer noch in Erinnerungen und waren eher ein bisschen nostalgisch. Die letzten 5,5 Monate waren sooo schnell vergangen und kamen (und kommen immer noch) uns irgendwie eher unwirklich vor. Ein bisschen verloren fühlten wir uns im Großstadtdschungel ebenfalls. Aber alles eine Sache der Gewöhnung.

Bei mittelschweren Regenschauern haben wir es dann am ersten Tag in Perth nur in den Supermarkt und dann in die Art Gallery geschafft. Am Abend konnten wir uns noch dazu durchringen, eine Pizzeria in Northbridge aufzusuchen.

Der nächste Tag begrüßte uns dann schon wieder gewohnt perthmäßig mit Sonnenschein und blauem Himmel. Ja, genau so stellten wir uns einen australischen Wintertag vor. Also bummelten wir noch einmal (wie schon ein halbes Jahr zuvor) durch die Einkaufsstraßen Perth’s und schlenderten zum Elizabeth Quay. Später gelangten wir mit der Bahn ins schöne Fremantle, um einen Abstecher in die Brauerei “Little Creatures” zu machen. Bei einer wundervollen Auswahl kühler Biere zum Probieren und leckeren Nachos ließen wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen und fühlten uns wirklich wie im Urlaub.

Am nächsten Tag waren wir schon wieder in Aufbruchsstimmung. Aber so richtig losreißen konnten wir uns nicht von unserer kleinen Stadtoase. Aber es nütze alles nichts. Das Highlight des Tages war dann erstmal ein Besuch im Aldi. Nach einem halben Jahr Abstinenz konnten wir auch gar nicht so viel kaufen wie wir wollten.

 

 

Die nächste Station waren die Pinnacles im Nambung NP. Dort konnten wir bei strahlendem Sonnenschein die 0,5 bis ca. 2,5 m hohen verwitterten Kalksteinsäulen, die wunderbar als Fotomotive herhielten, bewundern.

Für die Nacht hatte Tom uns ein Freecamp direkt am Meer herausgesucht. Allerdings war von Romantik dort nicht wirklich was zu spüren, da es ab 18 Uhr wieder eisekalt wurde. Wir waren froh, dass wir unsere Schlafsäcke und eine normale Zudecke im Dachzelt nutzen konnten. Also gefroren haben wir dann nicht mehr.

 

 

Hutt River – genauer “Principality of Hutt River” – war unser Ziel für den nächsten Tag. Ein von der britischen Krone unabhängiges Land innerhalb Australiens und das einzige Land was bisher Australien den Krieg erklärt hat. Genauer gesagt ist es eine ca. 75 km² große Weizen- und Schaffarm mit einem etwas schrulligen “Regenten” und seiner Familie. Interessant waren all die Ausstellungsstücke die uns der 92-jährige zeigte, unter anderem ein Nummernschild aus Altenburg, eine sächsische Flagge, zahlreiche deutsche Ausweise und Reisepässe und einen Brief von der Queen. Wir ließen uns zur Feier unserer Einreise in Hutt River einen Stempel im Reisepass geben und übernachteten dann für 10 $ auf dem angrenzenden Campingplatz.

Am nächsten Tag konnten wir auch problemlos wieder ausreisen und unser nächstes Etappenziel stand auch schon fest: Kalbarri.

 

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