Korallen, Klippen und Kilometer

Auf dem weiteren Weg nach Norden, kamen wir zunächst durch Carnarvon. Diese Stadt wird im Reiseführer als “netter Zwischenstopp” mit tropisch wirkendem Geschäftsviertel und zum Spazieren einladendem Ufer beschrieben. Also, ganz ehrlich, viel spürten wir davon nicht. Wir hielten also nur an, um einkaufen zu gehen, Wasser aufzufüllen und Friedrich ein bisschen einzuseifen. Mehr gab Carnarvon dann nicht für uns her. Für Backpacker, die Arbeit suchen, soll es aber wohl zur richtigen Jahreszeit in Carnarvon viele Möglichkeiten geben. Denn hier wird reichlich Obst, Gemüse und Wein angebaut. Aber zum Glück haben wir erstmal Zeit für Urlaub.

Weiter ging die Reise….

Wir landeten am nächsten Tag schließlich in dem total überfüllten Coral Bay. Dort beschlossen wir, gleich mal ins Wasser zu springen und unsere noch ungenutzten Schnorchel auszuprobieren. Die Eindrücke waren nicht so bunt wie erwartet dennoch gab es ein paar sehr interessante Dinge, vor allem Fische, zu sehen. Anschließend lungerten wir noch den ganzen Nachmittag am Strand herum, und genossen das fröhliche Nichtstun.

Gegen Abend fuhren wir dann zum nächstgelegenen Free-Camp. Dies war 50 km nördlich von Coral Bay und 50 km südlich von Exmouth gelegen. Wir teilten es mit 1000 anderen Backpackern und ein paar Leuten in ihren Blechcontainern.

Am nächsten Morgen brachen wir in aller Herrgottsfrühe auf, um nicht die letzten im Nationalpark zu sein. Zu dieser Jahreszeit ist der Ningaloo Marine Park Nationalpark heillos überfüllt. Es herrscht Hochsaison für diese Region. DAS hatten wir allerdings vorher nicht bedacht. So hatten wir lediglich die Möglichkeit nach jedem Besuch im Nationalpark zu dem bereits erwähnten Parkplatz zurückzukehren. Andere Campingplätze gab es einfach im Moment nicht. Und wenn man beim Wildcampen erwischt werden würde, droht einem eine Strafe von mindestens 200 $.

In der Region selber sind es in erster Linie natürlich die Strände mit vorgelagerten Riffs, welche die ganzen Touristen anlocken. In Prospekten und Reiseführern bekommt man immer die Empfehlung die Strände “Oyster Stacks”, „Turquoise Bay’’” oder “Lake Side” zu besuchen, da diese schnorchelmäßig erfolgsversprechend sind. Wir klapperten auch alle diese Strände ab. Am meisten empfehlen können wir “Turquoise Bay”, bei dem man sich mit der Strömung entlang des Riffs treiben lassen kann und eine bunte Vielfalt von Fischen und Korallen sieht. Ein weiteres Highlight ist Sandy Bay, ein langgezogener weißer Sandstrand mit türkisblauem Wasser.

Aber das ist nicht alles was die Umgebung zu bieten hat. Wenn man genug hat vom Wasser in den Ohren, kann man im nebenan befindlichen Cape Range Nationalpark auch ein paar kleine aber feine Wanderungen unternehmen.  Dort hat man dann malerische Aussichten auf Berge und die dazwischen liegenden steil abfallenden Schluchten (Gorges) bis hin zum Meer.

Der Ort Exmouth ist sehr touristisch und bietet außer dem Shoppingcenter und kostenlosen Duschen nicht sonderlich viel für Backpacker. Von hier aus kann man zwar auch diverse Schnorchel- und Tauchtouren buchen, aber das spielte für uns erst einmal keine Rolle.

Weil es so viel zu sehen gab, verbrachten wir letztendlich 2 Tage im Nationalpark und nahmen dafür eben das Hin- und Hergefahre zum außerhalb gelegenen Rastplatz in Kauf.

Advertisements

2 Kommentare zu „Korallen, Klippen und Kilometer“

  1. Tolle Berichte über Eure Erlebnisse. Und vor allem so lebendig geschildert. Man hat das Gefühl man ist mittendrin statt nur dabei. Und ganz wichtig es verkürzt uns die Wartezeit bis wir nach Australien aufbrechen können bzw. dürfen. In der Zwischenzeit kümmern wir uns um so profane Dinge wie ein Visum für Australien, Flüge aus der Schweiz, Hotel für die ersten Tage in Sidney usw.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s