Broome – Perle Western Australiens

Broome ist in erster Linie bekannt als Hauptstadt der Perlenfischerei. Für alle Perlenliebhaber unter euch gäbe es in Broome ein paar Anlaufstellen wie Museen oder die Perlenfarm. Wir persönlich haben uns mit diesem Thema aber nicht weiter beschäftigt. Uns ging es erst einmal darum, die kleine Stadt und die Strände ein bisschen zu erkunden und so können wir folgendes festhalten:

Die Stadt an sich IST definitiv eine kleine Oase. Wenn man kilometerlangen staubigen Highway auf sich nimmt, um das Land zu erkunden und dann in Broome landet, dann findet man einen grünen und relaxten Ort vor, der zum Verweilen einlädt. Attraktionen bietet Broome außerdem reichlich, Unterkünfte vom luxuriösen Spa-Hotel über Hostels bis zum einfachen Campingplatz findet man ebenfalls. Es ist alles ein bisschen touristisch angehaucht, wirkte aber auf uns nicht zu überladen. Wir ergatterten auf dem MCG-Campingplatz einen Spot für 15 $ (!) pro Nase und pro Nacht und das gar nicht weit vom Meer entfernt – damit waren wir vollauf zufrieden.

Gleich am ersten Nachmittag in Broome besuchten wir den Gantheaume Point.  Es handelt sich dabei um malerische rote, zerklüftete Klippen am Meer, im Süden der Stadt. Dazwischen findet man, wenn man genau schaut, Fußabdrücke von Dinosauriern. Bei der Suche waren wir tatsächlich erfolgreich, denn wir waren glücklicherweise zur rechten Zeit gekommen. Die Ebbe hatte gerade ihren Tiefstand erreicht und wir konnten fast alle Abdrücke erspähen. Anschließend fuhren wir ein kleines Stückchen weiter südlich in Richtung des Reddell Beaches, um auf den Sonnenuntergang zu warten.

Da wir eine “Unterkunft” hatten, konnten wir am 2. Tag unser Auto getrost zum Mechaniker bringen, um die vordere linke Antriebswellendichtung reparieren zu lassen. Außerdem bestückten wir unser Auto mit 2 neuen Hinterreifen, da wir ja auf dem Hinweg leider einen eingebüßt hatten und sie sowieso nicht mehr die besten waren. Während das Auto in der Werkstatt stand, erkundeten wir Broome bei 35°C zu Fuß. Wir liefen zunächst am Strand entlang zum Visitorcenter, um eine Kameltour für den nächsten Abend zu buchen. Danach gönnten wir uns Lunch und ein Biertasting in der Matso’s Broome Brewery. Den Burger und das Mangobier können wir echt weiterempfehlen – wir gönnten uns vom kühlen Nass zu zweit gleich ein ganzes Jug (ca. 1l). Leicht angetüdelt, liefen wir zurück zum Campingplatz, wo unsere Wäsche noch trocknete und abgenommen werden musste. Die Organisation der Laundry ist nämlich immer so eine Sache. Wir haben es schon einmal so handhaben müssen, alle unsere Sachen im Waschbecken einer öffentlichen Toilette mit der Hand waschen zu müssen – das ist kein Spaß!

Danach rief auch schon die Werkstatt an und wir konnten unseren Friedrich wieder abholen. Da wir noch gut in der Zeit lagen, fuhren wir auch gleich zum Malcolm Douglas Wildlife Park, um die Fütterung der Krokodile um 15 Uhr nicht zu verpassen. Bei der Führung sahen wir den Salties (Salzwasserkrokodile), Freshies (Süßwasserkrokodile) und amerikanischen Alligatoren beim Speisen zu. Ein Highlight war, dass wir ein kleines Krokodil in der Hand halten konnten (dem war natürlich die Gusche mit Tape zugebunden). Anschließend konnten wir noch ein bisschen durch den Park schlendern und auch die anderen Tiere, unter anderem ein rotes Riesenkänguru, einen Dingo, pullernde und stinkende Flughunde und einen Helmkasuar bestaunen. Bei all dem haben wir gar nicht  mehr dran gedacht, dass dies eigentlich eine KrokodilLEDERfarm ist. Die Leder konnte man in Form von Gürteln, Taschen, etc. im Shop käuflich erwerben. Wir haben dankend verzichtet.

Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns noch eine Pizza bei Domino’s (DIE Fastfood-Kette wenn es um Pizza geht, bei einigen aber auch genau so verpönt wie Macca’s) und kehrten dann zu unserem Campingplatz zurück.

Für den nächsten Tag war das Kamelreiten geplant, darauf freuten wir uns schon die ganze Zeit. Vorher erledigten wir unsere Einkäufe, denn wir mussten uns ja Vorräte zulegen für die Gibb River Road. Den frühen Nachmittag verbrachten wir am  Cable Beach, und waren damit schon einmal an Ort und Stelle für den Ritt in den Sonnenuntergang.

Wir lassen an dieser Stelle einfach mal die Fotos für sich sprechen. Nur drei Worte: Es war fantastisch! (und ist absolut empfehlenswert!)

Im Anschluss des Ausflugs konnten wir ein kostenloses, vom Kamelrittveranstalter gesponsertes, Bier in der Sunset Bar genießen und ließen so den Abend ausklingen.

Für die Nacht hatten wir uns das nächstgelegene Freecamp, 30 km außerhalb der Stadt in der Nähe einer Perlenfarm, ausgesucht. Die Farm selber haben wir nicht besucht, denn die angebotenen Touren waren uns schlichtweg zu teuer.

Da wir von dem wunderbaren Cable Beach einfach nicht genug kriegen konnten, besuchten wir diesen am nächsten Nachmittag nochmals. Man kann nämlich mit seinem 4WD direkt auf dem Strand fahren (Gezeiten beachten!), sich einen tollen Spot aussuchen und dann die im Sonnuntergang vorüberziehenden Kamele bestaunen. Das sind DIE perfekten Fotomotive. Wir wissen gar nicht wie viele Fotos wir geschossen haben, aber glaubt uns, wir waren nicht zu bremsen.

Mit einem herrlichen Sonnenuntergang im Rücken verließen wir Broome und wir sind uns sicher, dass wir auch gerne einmal wiederkommen würden.

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