Im Herzen Australiens

Erstmal vorweg, in Alice Springs merkten wir ganz deutlich, dass im Northern Territory strenge Alkoholregularien herrschen. Bottleshops, die erst ab 14 Uhr nachmittags öffnen, dann sitzen da auch noch Polizisten drin, die einen beobachten und man muss unbedingt seine ID (Ausweis, Reisepass oder Führerschein) dabei haben, sonst gibt es gar nichts. Ja hier merkt man deutlich, dass es in Australien ein Alkoholproblem gibt. Ansonsten ist Alice eine Stadt wie jede andere, sie ist weder besonders schön noch besonders hässlich. Sie sticht allerdings heraus als eine der gefährlichsten Städte Australiens, was bei einer Einwohnerzahl von gerade mal 27.000 schon etwas beachtliches ist. Jedenfalls warnt das Auswärtige Amt sogar und man soll als Tourist in Alice ein bisschen Vorsicht walten lassen (uns ist nichts passiert).

Dafür, dass die Stadt an einem der früher unerreichbarsten Orte Australiens gewachsen ist, gibt es hier aber trotzdem mittlerweile so ziemlich ALLES. Das Gefühl, irgendwo im Nirgendwo zu sein, ist irgendwann (leider) abhanden gekommen.

 

Deutsch-französische-Freundschaft und ein mutiger Radler

Davon einmal abgesehen, fanden wir in Alice einen sehr günstigen, wenn auch staubigen, Campingplatz für 15 AU$/Nacht. Dort schlossen wir auch gleich Bekanntschaft mit unserem Campingnachbar aus…. ratet mal… genau: Frankreich, und auf der anderen Seite mit einem japanischen Radler, der von Adelaide bis Darwin radeln wollte. Wir verbrachten 2 Abende bei Rum und Bier und hörten uns Geschichten aus Frankreich und Japan, was für uns besonders interessant war, an.

In Alice selbst erkundeten wir natürlich die, entgegen den Erwartungen, grüne Innenstadt und des Weiteren das Central Australia Museum sowie das Flugzeugmuseum. Außerdem begaben wir uns zu Fuß auf Ersatzteilsuche für Friedrich und legten dabei um die 12 km in der Stadt zurück.

Zwischendurch genossen wir die Abkühlung im campingplatzeigenen Pool (welch ein Luxus).

 

“Ich will ein Schwarzpfoten-Felskänguru sehen!”

Nach 4 Tagen hatten wir von der Stadt in der Wüste genug und so suchten wir die MacDonnell Ranges auf. Das ist eine Bergkette die sich von Alice Springs aus gesehen in westliche und in östliche Richtung erstreckt. Wenn man die West MacDonnell Ranges entlangfährt kann man dann weiter zum Kings Canyon und von da aus zum Uluru fahren, quasi in einem großen Bogen von ungefähr 700 km. Und genau das war unser Plan.

Unser erstes Ziel in den Ranges war Simpsons Gap (Gap = Spalte) ca. 18 km westlich von Alice Springs. Wie der Name schon sagt, ist es eine Kluft zwischen zwei Bergketten, an deren Grund sich ein tiefes kaltes Wasserloch befindet. Dieses wird gesäumt von großen Geröllhaufen, die den perfekten Lebensraum für das Schwarzpfoten-Felskänguru (black-footed rock-wallaby) bilden. Gesehen haben wir hier leider keines, vielleicht weil wir mitten am Tag hier waren.

Wir übersprangen Standley Chasm und fuhren gleich zum Ellery Creek Big Hole, was Simpsons Gap eigentlich ziemlich ähnlich war, nur dass das Wasserloch um einiges größer und zum Schwimmen freigegeben war. Deswegen waren wir hier natürlich nicht die einzigen. Aber das Wasser war so dermaßen kalt, dass wir wirklich nur eine ganz kleine Runde schwammen und auch gleich wieder draußen waren. Wir machten dann noch Bekanntschaft mit einem deutschen Pärchen aus Thüringen bzw. Ottendorf (bei Mittweida) in Sachsen. Wir trafen uns später wieder auf einer Restarea und tauschten uns über unsere jeweiligen Reiseerfahrungen aus. Es war schön mal wieder ein bisschen in unserer Muttersprache bzw. sogar in unserem Dialekt zu erzählen. Außerdem haben wir ein paar wertvolle Tipps für Kanada erhalten, zumindest was das Aufeinandertreffen mit Bären angeht.

Vorher ging es für uns beide aber erst noch zur Serpentine Gorge mit einem sagenhaften, aber sehr steilen Weg zu einem Aussichtspunkt. Hier durften wir wieder einmal den Anblick der rot leuchtenden Felsen im goldenen Schein des Sonnenuntergangs genießen. Ein Anblick, der wahrscheinlich australientypisch ist. Es ist tatsächlich so, dass Felsen nicht gleich Felsen sind, sie verändern je nach Sonnenlichteinfall ihre Farbe und damit auch irgendwie ihr Aussehen, was man noch besser am Uluru beobachten kann.

Der nächste Tag war einfach nur heiß und staubig. Wir schafften es gerade so, uns die Ochre Pits anzuschauen, die eine besondere Bedeutung für die Aborigines haben, denn hier haben die männlichen Vertreter Jahrtausende lang das Material für ihre Farben gewonnen. Alles in allem ist es zu Tage liegendes Ocker in 3 verschiedenen Tönen: Weiß, Gelb, und rötlich – sozusagen regenbogenfarben.

Gegen Mittag suchten wir uns ein Plätzchen auf dem Ormiston Gorge Campground und dann begann das Drama. Es wurde immer heißer, fast unerträglich. Jojo ging es so schon nicht gut und die Hitze tat ihr übriges. Zu allem Überfluss wehte auch noch ein starker fönartiger Wind, der die ganze Zeit Staub und Dreck auf dem Campingplatz hin und her wirbelte. Es war wirklich kaum zum Aushalten. Irgendwie schafften wir es, den Tag zu überstehen, und wanderten gegen Abend, als es endlich etwas kühler wurde, noch zum Aussichtspunkt.

Am nächsten Tag klingelte der Wecker schon 5.30 Uhr, denn heute hatten wir vor, den Pound Walk zu wandern. Und siehe da, das “schöne” Wetter vom Vortag hatte sich verabschiedet. Der Himmel zeigte sich wolkenverhangen und die Temperaturen wandermäßig gesehen absolut gigantisch. Also zogen wir gegen 7 Uhr los und wanderten in aller Seelenruhe und völlig allein den ca. 7 km langen Trail und kamen in den Genuss von fantastischen Ausblicken. Ab und zu blinzelte sogar die Sonne durch, was für die Fotos ganz gut war. An diesem Tag waren wir ausnahmsweise mal happy über “schlechtes” Wetter, weil es sich so einfach wandern ließ. Um 10 Uhr waren wir dann auch schon fertig mit der Wanderung und daher hatten wir noch genug Zeit uns die Redbank Gorge, etwas weiter westlich, anzuschauen. Und hier hatten wir dann eeendlich Glück, wir sahen, zwar versteckt zwischen den ganzen Felsen und vor dem Eingang einer winzigen Höhle sitzend, ein Schwarzpfoten-Känguru. Vorher hatten uns glücklicherweise 2 Französinnen den Tipp gegeben, die Augen offen zu halten, sonst wären wir wahrscheinlich an diesem possierlichen Tierchen vorbei gerannt.

Gegen Nachmittag gelangten wir dann zum Tylers Pass Lookout. Von hier aus hatten wir den Blick auf die Ebene, die sich hinter den Ranges erstreckte, und mitten drin gab es eine Erhebung von ringförmig angeordneten Bergen. Dieses Phänomen ist extraterrestrischer Herkunft, entstanden durch einen Kometeneinschlag. Nachdem wir einen Platzregen abgewartet hatten, fuhren wir dann noch zu diesem Krater, um uns die Sache mal von Nahem anzuschauen. Innen konnte man 2 kleine Wanderungen machen und erhielt dabei Informationen über die (vermutlichen) damaligen Verhältnisse. Wenn man bedenkt, welche Wucht so ein Einschlag haben muss, um Dreck und Gestein bewegen und letztendlich solche Berge entstehen lassen zu können, dann wird man ganz klein und ehrfürchtig vor so einer Naturgewalt.

 

 

Heiß und Kalt

Am nächsten Tag stand uns die Anfahrt in die Nähe des Watarrka Nationalparks bevor. Um dort hin zu gelangen mussten wir eine Gravelroad namens Mereenie Loop befahren, die sich in Privatbesitz befindet und nur mit Erlaubnis befahren werden darf. Die Permit hatten wir uns in der Glen Helen Station für 6 $ geholt. Wir ließen also wieder ein wenig Luft aus unseren Reifen entweichen und machten uns auf den Weg. Wir hatten schon so einiges über den Zustand der Straße gehört, vor allem dass es richtig schlimm und stark geriffelt sein soll. Nunja, unser Eindruck ist jetzt nicht der schlechteste gewesen. Aber gut, wir sind vielleicht schon erfahrungstechnisch fortgeschritten.

Was allerdings wirklich zu wünschen übrig ließ, war mal wieder das Wetter. Wir hatten unser Nachtlager auf einem Lookout, der auch als Restarea diente, eingerichtet und dort verbrachten wir auch den ganzen Nachmittag. Wolken, Sonne und Regen wechselten sich irgendwie ständig ab, aber dann kam auch noch ein schöner Sturm mit Gewitter hinzu. Das war für Jojo zu viel des Guten. Wir mussten unser Dachzelt wieder einklappen und unsere Notmatratze kam zum Einsatz. Die wurde im Auto auf der Rücksitzbank platziert, die Vorhänge zugezogen und wir quetschten uns dann zu zweit auf die hintere Reihe. Na das war ein Schauspiel. Zum Glück konnte das niemand sehen! Nein, im Ernst, wir hatten kaum Platz und wussten nicht, wie wir liegen sollten, es war also eine richtig besch***** Nacht! Ein bisschen frustriet blinzelten wir am nächsten Tag durch die Vorhänge. Vom Wetter her hatte sich nicht so viel geändert, es war immer noch grau in grau. Aber zumindest kein Donner mehr. Wir fuhren also in Richtung des im Nationalpark gelegenen Kings Canyon, versuchten im Carpark ein bisschen WiFi abzuzapfen und überlegten hin und her, was wir nun mit diesem Tag anfangen sollten. Es gab dann erstmal selbstgemachtes Frühstück in der Picknickarea, wo wir einen Tisch mit Überdachung fanden, während es um uns herum weiter nieselte. Mehr konnten wir diesem Tag dann doch nicht abgewinnen, also fuhren wir zurück zum Freecamp. Hier guckte dann endlich wieder die Sonne durch die Wolken, was für uns Anlass genug war, noch einen kurzen Spaziergang entlang der Klippen zu machen.

Am nächsten Tag wagten wir erneut einen “Angriff” auf die George Gill Ranges, denn wir hatten den Kings Canyon Rim Walk ins Auge gefasst, also den Rundweg auf dem Plateau entlang der tiefen Schlucht des Kings Canyon. Doch zunächst führte uns bei noch kühlen Temperaturen ein kurzer bequemer Weg in den Canyon hinein, der aber auf halber Strecke wegen herabgestürzten Felsen gesperrt war. Unsere Begeisterungsstürme hielten sich also noch in Grenzen. Nagut, Kräfte gesammelt und weiter ging es. Der Rim Walk startet mit einem sehr, sehr, sehr steilen Aufstieg. Oben angekommen, waren wir ganz schön aus der Puste. Während wir uns akklimatisierten und uns umschauten, konnten wir bereits einen kleinen Eindruck vom Canyon-Ausmaß gewinnen.

Achtung: Der Kings Canyon Rim Walk wird an heißen Tagen ab 9 Uhr geschlossen.

Anschließend führte der Weg über Stock und Stein und durch eine Art Mondlandschaft. Oder sagen wir, es sah um uns herum aus, als stünden überall versteinerte Bienenkörbe. Es ging weiter zu verschiedenen Aussichtspunkten und dabei richtig nah an die Felskante des Canyons. Also bloß keinen falschen Schritt machen und schön aneinander festhalten. Der Ausblick auf die gewaltige Schlucht war einfach phänomenal! Auf der gegenüberliegenden Seite sah man die riesige senkrechte Abbruchkante, während man selbst auf einer überhängenden Wand nah am ungesicherten Abgrund stand.

Der Weg führte weiter über einige Holztreppen hinunter in eine Schlucht und von da aus konnte man einen Abstecher zum Garden of Eden machen. Das ist ein unberührtes Wasserloch zwischen Palmen gelegen, wo sich die Tierwelt zum Trinken versammelt. Wenn man noch nie eine Gorge in Australien gesehen hat, ist es sicher ein idyllischer und beeindruckender Ort, für uns ein netter Platz zum verschnaufen, bevor es dann wieder ein paar Holztreppen steil hinaufging, um die zweite Hälfte des Trails zu bewältigen. Während sich die Sonne durch die Wolken kämpfte, spürten wir auch schon, dass es wärmer wurde. Zum Glück hatten wir genug Wasser dabei. Von hier oben war die Sicht wieder bemerkenswert und wir sahen, auf welchen Steilwänden wir erst wenige Minuten zuvor, auf der anderen Seite des Canyons, gestanden hatten. Da wird einem schon etwas mulmig in der Magengrube. Weiter ging es durch die Bienenkorbmondlandschaft zur letzten Etappe. Wir beendeten die Wanderung dann mit schmerzenden Füßen und Knien, da der allerletzte Abschnitt eine ganze Weile treppab führte und das ja bekanntlich kniebelastender ist als ein Aufstieg. Zum Abschluss füllten wir unseren Wasserhaushalt an den –kostenfreien- Trinkwasserspendern am Ende (bzw. am Anfang)des Weges auf.

Geschafft, aber dennoch glücklich und zufrieden, ließen wir uns in die Autositze plumpsen.

 

Die Fahrt in Richtung unseres nächsten Zieles, na ihr ahnt es schon: Uluru im Kata Tjuta Nationalpark, nahmen wir dann auch noch in Angriff.

 

Liebe Grüße

Tom &  Jojo

Ab durch die Mitte

1300 km auf dem Stuart Highway

Mit dem Litchfield Nationalpark im Rücken ging es dann am 20. September wieder zurück nach Katherine (einkaufen, tanken, eben das übliche) und von da aus direkt zu den Bitter Springs im Elsey Nationalpark bei Mataranka. Das ist ein quellengespeister, also natürlicher, Thermalpool, der unter Palmen und tropischen Wäldern gelegen ist.  Wir waren vom ersten Moment an fasziniert von der leuchtend türkisblauen Farbe des Wassers, die durch aufgelösten Kalksteinpartikel entsteht. Wir ließen uns gemütlich von der Strömung im klaren Wasser treiben und stiegen dann am Ende des Schwimmbereichs auf einer Leiter wieder aus dem Wasser. Da das Wasser richtig mollig warm ist, kann man hier auch getrost schon früh um 6 Uhr seine ersten Runden schwimmen. Aber Achtung: Immer daran denken, dass es im Norden Krokodile gibt, also bitte immer alle Schilder und Hinweise beachten.

In Mataranka gibt es noch einen anderen Platz mit Thermalquellen. Diesen suchten wir anschließend auch auf, voller Vorfreude auf noch mehr angenehm warmes Badevergnügen. Als wir den Weg zu den Pools entlangschritten, merkten wir aber schon, dass etwas nicht stimmte. Über unseren Köpfen war ein lautes Gekreische, Gegackere und Gewusel im Gange. Und ein Blick reichte, um Gewissheit zu erlangen, 1000e Little Red Flying-Foxes hingen in Trauben in den Baumkronen. Der Boden unter unseren Füßen war übersät mit gelben, übel riechenden Flecken. Und uns verging die Vorfreude schlagartig. Wir schauten uns die Pools zwar an, die ja ganz vielversprechend aussahen, aber machten sofort kehrt, als wir feststellten, dass diese ebenfalls als Flughundtoilette dienten. Nein danke, das war wirklich nichts für uns.

Vor uns erstreckten sich jetzt genau 1323 km auf dem Stuart Hwy in Richtung Alice Springs, unserem nächsten Ziel. Wir bewältigten diese Strecke in 3 Tagen, machten unterwegs Halt am Stuart Tree, wo der Forscher und Entdeckungsreisende John Stuart angeblich ein S hineingeritzt haben soll, und im Pub von Daly Waters, in dem allerlei Hinterlassenschaften von Reisenden als Zierde an der Decke oder an der Wand befestigt sind. Die Palette reicht von Büstenhaltern, über Polizei- und Feuerwehrabzeichen, Geldscheinen, FlipFlops bis hin zu (deutschen) Nummernschildern. Wir genossen hier ein Bier, bevor wir uns wieder auf den staubigen Asphalt wagten.

Außerdem schauten wir uns die alte Telegraphenstation in Tennant Creek an. In den restaurierten Gebäuden erfährt man allerlei zur Geschichte der Telegraphenleitung, die von Adelaide nach Darwin führte und deren Verlauf auf der Forschertätigkeit des bereits erwähnten Stuart beruht. Dieser durchquerte die Wüsten zwischen Adelaide und Darwin nämlich, um eine passende Nord-Süd Route zu finden, und anhand der später die Telegraphenleitung gebaut wurde. Man muss sich einmal vorstellen, wie die Männer damals, Mitte des 19. Jahrhunderts, mit nur ein paar Pferden, einem Kompass und Verpflegung für einige Wochen ausgestattet, durch dieses unwirtliche Land streiften. Und wie sie auf der Suche nach Wasserquellen, Weideland , Gold und anderen Bodenschätzen nicht nur mit der unerträglichen Hitze, sondern auch mit  Skorbut und anderen Krankheiten oder sogar Verletzungen zu kämpfen hatten. Heute haben wir Autos und Klimaanlagen und sind in wenigen Tagen in Adelaide, währen die Männer damals mehrere Anläufe für die Reisen und nicht weniger als einige Monate insgesamt brauchten (Stuart brauchte für eine Strecke 9 (!) Monate). Aber ohne die von Neugier und Ehrgeiz getriebenen Entdecker, hätte das Innere Australiens damals nicht erschlossen werden können und die Vernetzung des Kontinents, vor allem der südlichen und östlichen Städte, mit dem Rest der Welt wäre nicht realisierbar gewesen.

Die Telegraphenstation waren Relaisstationen, in denen das Morsesignal verstärkt wurde. Das bedeutet, dass die gemorsten Nachrichten empfangen, abgeschrieben und weiter gesendet worden. Aller 250 – 300 km war so eine Telegraphenstation nötig, da die Spannung durch den Widerstand der Leitung und schlechte Isolatoren abnahm und das Signal somit abschwächte. Es mussten ja riesige Distanzen überbrückt werden und was hätte es genützt, wenn am Ende das Signal unvollständig oder überhaupt nicht mehr angekommen wäre. Die Spannung (120V) wurde durch 100 in Reihe geschaltete “Einwegbatterien” bereitgestellt, welche ständig erneuert und zu jeder der Stationen transportiert werden mussten. 

Den nächsten Halt machten wir an den Devils Marbles, riesigen roten und runden Granitfelsen, welche nach dem Glauben der Aborigines die (versteinerten) Eier der Regenbogenschlange darstellen. Wir genossen die ca. 1 km lange Wanderung, die um ein paar der Steine herumführte. Die Felsen leuchteten zu diesem Zeitpunkt rötlich in der Abendsonne und boten interessante Fotomotive. Wir bestaunten auf dem Rundweg die sonderbaren Konstellationen, die uns irgendwie das Gefühl gaben, dass jeden Moment ein Stein umkippen oder herunterfallen müsste. Aber nichts passierte. 

Danach landeten wir in einer recht skurrilen Ansiedlung, nämlich im “U.F.O. Capital of Australia” – genauer gesagt Wycliffe Well. In diesem kuriosen Kaff wird sogar eine U.F.O-Sichtung aller paar Tage garantiert und es zählt damit zu den Top 5 der UFO Hotspots der Welt. Wir schauten uns die bizarren Skulpturen auf dem Platz und die Wandbemalungen an diesem Roadhouse an und verschwanden dann lieber mal, nicht dass wir noch hätten weggebeamt werden können.

Einen letzten Zwischenstopp legten wir vor Alice Springs noch ein und zwar, um wenigstens eine der “Big Things of Australia” sehen zu können. Unsere Aussies lieben es nämlich, riesige Kunstskulpturen aller möglichen Art an den unmöglichsten Orten aufzustellen. Zu sehen gibt es, quer über den Kontinent verstreut, unter anderem Riesen-Erdbeeren, Riesen-Koalas, Riesen-Bananen, Riesen-Schafe und Riesen-Krabben, um nur ein paar wenige zu nennen. Wir schauten uns in der Anmatjere Community den großen Jäger und seine Familie an, die eher zu den traditionellen Giganten Australiens gehören. Da fällt uns gerade ein, dass wir ganz am Anfang unserer Reise doch schon mal einen der Giganten gesehen haben. Das war der große Wal in Eucla, welches am Ende der Nullarbor Plain gelegen ist. Damals hatten wir wahrscheinlich aufgrund des starken Regens gar keinen Blick dafür. (zum Blogbeitrag von damals mit Foto gehts hier lang).

So jetzt wollen wir euch aber auch die aktuellen Fotos nicht länger vorenthalten und wünschen viel Spaß beim Anschauen!

 

Litchfield’s Wasserfälle

Um die Nationalparkrunde komplett zu machen, stand ein Besuch des Litchfield Nationalparks außer Frage. Doch zunächst statteten wir den Berry Springs einen kurzen Besuch ab, welche 30°C warmes Wasser verteilt auf 3 natürliche Pools boten und dazu jede Menge anderer Besucher. Ein netter Zeitvertreib war es trotzdem und augenscheinlich ein beliebtes Ausflugsziel der Bewohner Darwins.

70 km weiter waren wir dann schon im Litchfield Nationalpark. Der Eintritt ist frei und das ist bereits ein Pluspunkt, den wir festhalten konnten.

Da es schon auf Nachmittag zuging, waren wir gleich auf der Suche nach einem geeigneten Campground. Zuvor bewunderten wir aber noch riesige, flache und in perfekter Nord-Süd-Ausrichtung gebaute “magnetische Termitenhügel”.

Einen Platz zum Schlafen fanden wir dann auf einem Campingplatz in der Nähe der Wangi Falls. Diese besuchten wir am nächsten Tag. Ein kurzer aber steiler Weg führte durch ein Stück Regenwald  zum oberen Ende der Wasserfälle und auf der anderen Seite wieder abwärts. Bei schwülwarmen Temperaturen trieb es uns den Schweiß aus allen Poren und wir sprangen anschließend gerne in das kühle Nass des Badelochs.

Am darauffolgenden Tag machten wir eine kurze Wanderung zu den Florence Falls, wo wir in eisigem Wasser schwammen, und anschließend durch den Regenwald, wo wir die Kappe unserer Kamera im Florence Creek verloren und erst mal eine Weile im klaren Wasser danach suchen mussten. Der Weg führte danach noch bis hin zum Buley Rockhole, wo es kaskadenartige Wasserfälle und kleine Felslöcher zum Schwimmen gab. In der Mittagshitze spazierten wir anschließend zum Lookout der spektakulären Tolmer Falls. Diese Wasserfälle stürzen sich in mehreren Stufen ca. 35 m in die Tiefe und das Wasser sammelt sich unten in einem tiefen Becken. Dort, im Schatten des Regenwaldes, sind einige Fledermausarten zu Hause, die besonders geschützt sind. Daher ist auch der Wanderweg, der am Boden der Schlucht entlangführt, zur Zeit gesperrt. Wir waren jedoch mit dem Ausblick vom Lookout vollauf zufrieden, da dieser auch die Sicht auf eine natürliche Brücke bzw. Arch bot, die sich oberhalb der Wasserfälle befand.

Am Nachmittag war unser Friedrich wieder gefragt, denn wir bogen auf die 4WD Strecke, die zum südlichen Ende des Parks führte. Wir schauten uns zunächst das verlassene Blyth Homestead, welches sich neben einer alten Zinn-Mine befindet, an. Es handelt sich hier um eine wirklich kleine Wellblechhütte aus den 1920er Jahren, in der eine ganze Familie ihre Zuhause fand. Wir konnten in einem Familienalbum im Inneren der restaurieren Hütte die Familiengeschichte nachlesen und gewannen einen Eindruck, wie hart es damals für die ersten Siedler in diesen abgelegenen Gebieten Australiens gewesen sein musste.

Während es um uns herum immer heißer wurde, bewältigten wir mit dem Auto weitere 10 km auf der Sandpiste und gelangten auf den Campingplatz Sandy Creek. Von dort aus führt ein ca. 1,4 km langer Weg zu einem versteckten Wasserfall. Außer uns waren nur 3 weitere Leute hier, also hatten wir dieses paradiesische Fleckchen fast für uns allein. Das Wasser war trotz der Tiefe des Pools nicht kalt und so genossen wir, und das war nach dem kurzen aber anstrengenden Marsch auch bitter nötig, die Abkühlung. Wir haben selten so wirklich schöne Plätze für uns allein gehabt, meistens teilt man sich alles mit vielen anderen Campern oder, im schlimmsten Falle, mit dem Inhalt der unzähligen (Outbackabenteuer-)Tourbusse. Das hier war also etwas ganz Besonderes.

Uns war klar, dass es auch im Litchfieldpark Süßwasserkrokodile gibt und wir waren auch immer wachsam. Gerade an so einer einsamen Stelle, schaut man schon dreimal ins Wasser bevor man drin schwimmt. Die kleinen Freshies sind zwar bei weitem nicht so gefährlich, wie ihre salzigen Verwandten, können aber dennoch unangenehme Verletzungen verursachen. Wie wir dann so allein an diesem Badeloch saßen, in vollkommener Stille und uns über alles mögliche unterhielten, ertönte neben uns plötzlich ein entsetzlich lautes reißendes Geräusch. Jojo stieß vor Schreck einen spitzen Schrei aus und hüpfte ein paar Zentimeter in die Höhe. Tom starrte mit aufgerissenen Augen aufs Wasser. Aber dort war alles ganz ruhig. Der Ursprung des Geräusches kam von einer am Ufer stehenden Palme. Dort hatte sich nämlich ein Palmwedel verabschiedet und war mit Karacho ins Wasser geklatscht. Prima.

Über Nacht erholten wir uns aber von dem Schreck und waren am nächsten Tag bereit für die Surprise Creek Falls. Hierbei handelt es sich um tiefe, mit Wasser gefüllte Felslöcher, die nur durch ein Rinnsal eines Wasserfalls miteinander verbunden sind. Zu unserem Erstaunen war das Wasser in den Rockholes richtig warm und wir ließen uns die Gelegenheit nicht nehmen, einmal komplett nackt hineinzuhüpfen. Es war sowieso weit und breit keine Menschenseele zu sehen.

Der Litchfield Park war unser absoluter Favourit im Norden. Es ist zwar ein kleiner, aber dafür wirklich sehr schöner Nationalpark, der genug Attraktionen für 1-2 Tage Aufenthalt zu bieten hat, wenn man mit einem 4WD hinfährt sogar noch mehr. Zudem muss man keinen Eintritt bezahlen und die Campingplätze sind mit unter 10 AU§ mehr als erschwinglich und die meisten sogar mit ordentlichen Toiletten und Duschen ausgestattet.

Darwin

Die Hauptstadt des Northern Territory ist die einzige australische Hauptstadt, die im 2. Weltkrieg bombardiert wurde. Über ein halbes Jahr lang fand das Bombardement durch die Japaner im Jahre 1942 statt. Die Stadt wurde dabei zum großen Teil zerstört . Als sei das nicht schon genug, traf es Darwin im Jahre 1974 erneut, als der Zyklon Tracy, ausgerechnet zur Weihnachtszeit, über die Stadt fegte, und diese nahezu dem Erdboden gleichmachte.

Als wir unser Ziel erreichten, war aber von all dem zumindest auf den ersten Blick nichts mehr zu sehen. Das Wetter war schwülwarm aber freundlich und wir hatten uns in der Tropenstadt für 4 Tage in einem sehr billigen Hotel eingemietet und genossen eine kurze Zeit der Ruhe und des Entspannens in der Zivilisation mit ausgiebigem Faulenzen und Fast Food.

Unser erster Weg außerhalb des Hotels führte uns allerdings erst mal durch den Botanischen Garten.

Jojo: “Ich liebe es einfach durch diese grünen Oasen zu wandern und dabei barfuß durch das grüne Gras zu schlendern oder den Schatten unter irgendwelchen uralten Bäumen aufzusuchen.”

Wer unseren Blog schon länger verfolgt, hat vielleicht schon festgestellt, dass wir bisher in jeder größeren Stadt auch den botanischen Garten aufgesucht haben. Wiegesagt, es ist immer ein Ort der Erholung und außerdem jedes Mal kostenfrei gewesen.

Am Abend bummelten wir dann über die Mindil Beach Sunset Markets, welche den kosmopolitischen Charakter der Stadt wiederspiegeln.  Hier wehten uns Gerüche von Gerichten aus aller Welt um die Nase und wir probierten uns auch hier und da durch. Außerdem gab es allerlei Kliimbim zu kaufen, über Schmuck, Didgeridoos bis hin zu Krokodillederwaren – eben alles was das Touristenherz begehrt. Zum Sonnenuntergang zog es dann fast alle Marktbesucher zum Strand hinunter, wo wir alle gemeinsam das Schauspiel bestaunten. Hier war es fast so schön wie in Broome am Cablebeach.

Ansonsten gingen wir in Darwin ein bisschen shoppen (es findet sich doch IMMER irgendetwas was man gebrauchen kann), krochen durch die WWII Oil-Storage Tunnel, alte Öl-Lagerstätten, die zur Versorgung der  Marine im Jahre 1942 angelegt, aber nie komplett fertig gestellt wurden, und besuchten die Museum & Art Gallery.  Hier wartete nicht nur eine Ausstellung über den Wirbelsturm “Tracy” (mit Hörprobe) darauf, erkundet zu werden, sondern es gab auch Malereien und andere indigene Kunstwerke zu bestaunen. Ein bisschen versteckt, lauerte uns das Leistenkrokodil “Sweetheart” auf! Aber zum Glück fristete es nur ein ausgestopftes Dasein. Wir erfuhren, dass Sweetheart mehrere Fischerboote angegriffen hatte und den Versuch, es umzusiedeln, leider nicht überlebt hatte. “R.I.P. Sweetheart”

Darwin erschien uns als sehr grüne und geschichtsträchtige Stadt. Es gibt wunderschöne Strände, bei denen man allerdings auf der Hut vor Würfelqualle sein muss, Krokodile verirren sich allerdings eher selten dorthin. Wir haben in Darwin etwas gefunden, was wir vielleicht in anderen australischen Städten ein bisschen vermisst haben, weil dies eine Stadt mit richtig spannender Vergangenheit ist, die sich aber trotz einiger Schicksalsschläge wieder aufgerappelt hat.

Uns hat es in Darwin gut gefallen.

Top End

Unseren Weg nach Darwin verschönten wir uns mit einem Halt in Kununurra, um unseren Auspuff wieder anschweißen zu lassen, einem Stopp am Lake Argyle, um den wasserreichen und für das Landesinnere Australiens eher untypischen Anblick zu genießen, und einem kurzen Aufenthalt in Katherine, um unsere Vorräte wieder richtig aufzufüllen. Kurz nach Kununurra hieß es zudem auch “Tschüss WA”, denn wir passierten die Landesgrenze zum Northern Territory.

Dann beschlossen wir, dem Rat des Reiseführers zu folgen und uns den Kakadu Nationalpark anzuschauen. Wir hatten nämlich von vielen Seiten schon vernommen, dass der Park nicht so viel zu bieten hätte, aber wir wollten uns dann doch selbst ein Bild davon machen. Vorher machten wir aber noch einen Abstecher zu den Edith Falls. Diese wahrscheinlich eher unbekannten idyllischen Wasserfälle boten uns sogar mehrere Bademöglichkeiten und einen schönen Wanderweg.

Im Kakadu Nationalpark angekommen, bezahlten wir zunächst  die für 7 Tage gültigen, und um weitere 7 Tage verlängerbaren, Parkpässe für je 40$ und rüsteten uns mit zahlreichem Informationsmaterial aus.

Dann steuerten wir gleich den ersten Campingplatz mit 1 km entferntem Wasserfall und Schwimmbecken an. Leider suchten uns bei Einbruch der Dunkelheit zahlreiche Mücken und andere Fluggeräte heim, sodass wir Schutz unter unserem behelfsmäßigen Moskitonetz suchen mussten. Eingefleischte Camper wissen sich in diesem Falle durch ein Lagerfeuer und tonnenweiße Insektenspray zu schützen und sichern dadurch ihr unbeschadetes Überleben. Wir kamen aber auch so ganz gut unter unserem Netz klar.

Die weitere Reiseroute führte uns nach Cooinda & Yellow Waters. In Yellow Waters machten wir einen Spaziergang in den Wetlands, der auf einem krokodilsicheren Jetty (Steg) entlang führte. Danach schauten wir uns das sehr empfehlenswerte Warradjan Aboriginal Cultural Center an und genossen die klimatisierten Räumlichkeiten und die detaillierten Informationen über die hiesigen Aborigines und deren Kultur.

Die Nacht verbrachten wir diesmal auf dem Djarradjin (Muirella Park) Campground. Diesmal sammelten wir auf dem Anfahrtsweg ein bisschen Holz und konnten so unser erstes australisches Lagerfeuer anzünden.

Der nächste Tag hielt für uns eine Wanderung zu einem Felsen mit indigener Malerei (Nanguluwur  Art Site Walk), einen Spaziergang um das Anbangbang Billabong, einen Kletterweg zum Nawurlandja Lookout und die Wanderung zu weiterer Felsmalerei (Burrunggui Anbangbang (Nourlangie) + Gunwarrdehwarrde Lookout) für uns bereit.

Abkühlung holten wir uns anschließend im kleinen Ort Jabiru und gönnten uns ein Eis. Dort beschlossen wir auch, die Strecke in das ca. 40 km entfernte Ubirr noch am Nachmittag zu bewältigen. Hier gelangten wir, nach dem wir zahlreiche weitere Felsmalereien zu sehen bekamen, auf den Nadab Lookout, der uns einen atemberaubenden Blick auf die unter uns liegenden Wetlands (Überflutungsgebiete) bot, die nach und nach in das goldene und rote Licht des Sonnenunterganges getaucht wurden. Ein wirklich spektakulärer Anblick. Es war als hätten wir den ganzen Weg durch Kakadu nur beschritten, um endlich hierhin zu gelangen und dieses Farbenspiel sehen zu können.

Wir sogen den Anblick in uns auf, bevor massenhaft Touristen es uns gleich tun wollten. Bevor es aber endgültig zu viele Menschen um uns herum wurden, verließen wir diesen wunderbaren Ort. “Tschüss Ubirr, du hast uns verzaubert. Aber leider bist du kein Geheimnis mehr.”

Doch noch waren wir nicht fertig mit Kakadu. Am darauffolgenden Tag traten wir noch eine Wanderung auf dem Bardedjilidji Sandstone Walk an, der entlang des East Alligator Rivers und zwischen erodierten Sandsteinklippen hindurchführte. Danach fanden wir uns am Cahill’s Crossing ein, einer Flussdurchfahrt die gleichzeitig eine natürlichen Grenze zum Arnhem Land ( Aborigine-Reservat) bildet. Dort konnten wir zahlreiche im Wasser lauernde Krokodile beobachten, die es glücklicherweise nicht auf die todesmutigen Angler abgesehen hatten.

Kurz vor dem Ende des Parkes konnten wir in den Mamukala Wetlands noch einige typische Wasservögel beobachten, z.B. die schwarzweiß gefiederte Megpie Goose, den weißen Intermediate Egret, oder den Comb-crested Jacana mit dem roten Kamm und den langen Beinen.

Die Nacht verbrachten wir auf dem 2 Mile Hole Camp, dass wir nur über eine Gravelroad erreichten. Hier fürchteten wir uns zwar ein bisschen vor den Krokodilen, weil wir unser Lager sehr nah am Wasser aufschlugen, aber viel schlimmer waren letztendlich mal wieder die Mücken. Also gingen wir zeitig ins Bett und lauschten den wilden und uns total unbekannten nächtlichen Geräuschen von Flughunden, Vögeln und anderem Getier. Am nächsten Morgen beobachteten wir ein keckes Känguru, was sich durch unsere Anwesenheit überhaupt nicht bei der Futtersuche stören ließ und um unser Lager herumsprang.

So endete nach 4 Tagen unser Ausflug in den Kakadu Nationalpark. Was wir nicht gesehen haben, waren die Jim Jim Falls und die Twin Falls. Diese sind leider nur über eine sehr schlechte Gravelroad zu erreichen, welche wir unserem Auto nach der Mitchell Falls- Erfahrung nicht antun wollten. Zu sehr befürchteten wir den Verlust von weiteren relevanten Fahrzeugbestandteilen. Außerdem hörten wir, dass die Wasserfälle, jetzt am Ende der Trockenzeit, nicht mehr arg so viel bis kein Wasser führten. Wir empfehlen allen Interessierten, den Kakadu Park spätestens bis Mitte der Trockenzeit zu besuchen und ein bisschen Zeit mitzubringen, um den Parkpass auch gänzlich ausschöpfen zu können. Abschließend sei gesagt, dass sich der Park definitv für alle lohnt, die sehr interessiert sind an der Felsmalerei der Ureinwohner. Hierfür gibt es auch die Möglichkeit an kostenlosen Ranger-Führungen teilzunehmen, um die Kunst der Aborigines besser verstehen zu lernen.

Bevor wir Darwin erreichten, gab es noch einen Punkt von der To-Do-Liste zu streichen. Den Tipp hatten wir damals von unseren Frenchys erhalten. Also hielten wir am Adelaide River und buchten eine Crocodile-Jumping-Tour. Nach einer Stunde Warten ging es dann auch schon los. Bei so einer 1-stündigen Tour fährt man mit einem nicht allzu großen Boot auf dem Fluss entlang und der Skipper hält Ausschau nach ihm bekannten Krokodilen im Wasser. Wenn er eins erblickt, stoppt er das Boot, und hält dann eine Art Angel von der Rehling, an der unten ein Stück Fleisch oder Fisch hängt. Das Krokodil kommt heran geschwommen und um an den in der Luft hängenden Köder zu gelangen, stämmt es sich dann aus dem Wasser in die Höhe, in dem es sich mit dem kräftigen Schwanz ausbalanciert. Ein imposanter Anblick, dass muss man schon sagen. Dieses Prozedere wiederholt sich einige Male, weil der Skipper die Angel immer wieder weg zieht. Bevor das Krokodil aber die Lust verliert, lässt er das Fleischstück so lange hängen, bis das Tier zuschnappt und das Fleisch im Rachen der Panzerechse verschwindet. Auf der Tour sahen wir dann nicht nur eins der Urzeitviecher, sondern vielleicht fünf oder sechs. Außerdem erfuhren wir einiges Wissenswertes über die Tiere, auch dass sie sozusagen nimmersatt sind. Egal, ob sie am Vortag eine Kuh verdrückt haben, sie kommen am nächsten Tag trotzdem und wollen den Köder verspeisen.

Also, klare Empfehlung von uns für diese Tour !

 

Belastungsprobe: 280 km in 7 Stunden (Gibb River Rd Teil 2)

Nach einer ruhigen Nacht am Hann River begaben wir uns am nächsten Tag wieder auf die staubige Piste. Der Staub ist sowieso eine Sache für sich. Den hat man nicht nur an den Füßen und Beinen kleben, wenn man den ganzen Tag in FlipFlops (australisch: Thongs) rumläuft, nein, der setzt sich eigentlich überall fest. Und mit überall meinen wir auch überall. Der Staub kriecht in jeden Winkel am Körper, die Nase und in die Haare und macht auch vor dem Auto nicht Halt. Fußräume, Sitze, Kofferraum, usw., also eigentlich waren unsere ganzen Schubfächer mit den Essensvorräten voll damit. Wahrscheinlich fiel auch statt Pfeffer Staub aus dem Pfefferstreuer aufs Frühstücksei. Wenn wir mit offenen Fenstern fuhren und ein Auto entgegenkam, kurbelten wir zwar immer wie auf Kommando gleichzeitig die Scheiben wieder hoch, weil ja der Gegenverkehr eine entsprechende Dreckwolke mit sich zog, aber der Staub landete eben trotzdem im Innenraum.

Wie auch immer, jedenfalls ging es noch ein paar Tage so weiter. Den nächsten Stopp machten wir an der von Aborigines geleiteten Gibb River Station. Dort tankten wir auf (für den Gibb-üblichen Preis von 2,05 $/l) und versuchten ein paar Informationen über die weiter im Norden gelegenen Mitchell Falls herauszubekommen. Der dortige Ranger war sehr nett und so unterhielten wir uns mit ihm und einer weiteren Besucherin eine Weile. Die Station befindet sich noch im Aufbau und hat neben einem kleinen Shop, und der Tankstelle auch einen Campingplatz zu bieten. Irgendwo im Internet haben wir gelesen, dass Besucher nicht willkommen seien auf der Station, das können wir aber so auf keinen Fall bestätigen. Jedenfalls schickte uns der nette Herr weiter nördlich nach Drysdale , weil er keine Informationen weiter für uns hatte und so folgten wir der Gibb weitere 60 km und landeten auf der Drysdale Sation. Hier allerdings verkaufte man nur Flüge zu den Mitchell Falls für horrende Preise, aber das waren wir nicht bereit auszugeben. Und so gönnten wir uns noch einen leckeren Burger zum Lunch und berieten uns, über die weitere Reiseroute. Lustigerweise traf dann eine australische Familie mit einem Nissan Patrol und Offroadcamptrailer (Klappfix) ein, die wir schon auf den vorrangegangenen Zeltplätzen immer mal wieder getroffen und auch angesprochen hatten. Wir tauschten uns also erst mal über den miserablen Zustand der Straße auf den letzten 60 km aus und dann erfuhren wir, dass auch diese Familie vorhatte, die Mitchell Falls aufzusuchen. Der Haken an der Sache war der, dass uns jeder erzählt hatte, dass die Strecke zu den Wasserfällen in einem echt desolaten Zustand wäre und man Stunden für ein paar Hundertkilometer brauche. Dies war auch bei Wikicamps genau so nachzulesen und wir hatten eigentlich nicht so richtig Lust uns und das Auto knapp 300 km durchrütteln zu lassen. Aber nun hatten wir ja eine kleine Herausforderung. Wenn die Aussie-Familie diesen Weg sogar MIT Trailer antreten wollte, dann sollte das doch für uns eine Leichtigkeit sein. Gesagt getan und los ging es. Wir müssen wirklich sagen, keiner von unseren “Ratgebern” hatte gelogen, die Straße war einfach furchtbar. So furchtbar, dass wir sogar auf den ersten 180 km das Endstück vom Auspuff verloren haben, aber der schlimmste Teil sollte ja erst noch kommen. An diesem Nachmittag fuhren wir also nur die knapp 180 km bis zum King Edward River Campground und machten dort eine Verschnaufpause mit Übernachten. Zur Abkühlung sprangen wir auch gleich in den Fluss (in dem Freshies leben) und genossen die friedliche Atmosphäre und das Gefühl mitten im Nirgendwo und sehr weit weg von allem zu sein (ein Gefühl, dass einem auch gleichzeitig ein bisschen Angst machen kann).

Am nächsten Tag traten wir dann, nach einem Spaziergang entlang des Flusses, hochmotiviert die letzte Etappe von etwa 80 km zu den Mitchell Falls, also besser gesagt zu dem dortigen Campground, an. Das Hochgefühl löste sich aber nach wenigen Minuten schon in Wohlgefallen auf, denn, sagen wir mal so, wir kamen einfach kaum voran. Die Stecke glich eher einer Berg und Talfahrt auf Straßenniveau, denn die Corrugations waren tief wie der Mariannengraben. Wir fuhren also zeitweise im Schritttempo und trotzdem schüttelte es uns so dermaßen durch, dass wir beide schon Kopfschmerzen verspürten. Außerdem klapperte das Auto an allen Ecken, man kann es sich wirklich kaum vorstellen. Nach einer Stunde hatten wir gerade mal 20 km geschafft und wir waren beide ein bisschen verzweifelt. Aber es nütze nichts, wir wollten ja schließlich die hochgelobten Wasserfälle sehen. Dreieinhalb Stunden hatte es schließlich gedauert, dann rollten wir ,völlig fertig mit der Welt, am frühen Nachmittag auf dem Campingplatz ein und es herrschte drückende Hitze. Wir wussten nicht wirklich wohin mit uns und so versuchten wir einfach, uns ein schattiges Plätzchen mit Hilfe unserer Markise zu schaffen und den Tag zu überstehen. Gegen Abend wanderten wir dann noch einen Kilometer zu den Little Mertens Falls und fanden ein erfrischendes Schwimmloch vor, in dem wir ausgiebig plantschten. Wir ärgerten uns, dass wir nicht gleich nach unserer Ankunft auf dem Campingplatz hier her gegangen sind, dann hätten wir nicht so schwitzen müssen. Aber dafür waren wir nach dem kühlen Bad umso entspannter und wir freuten uns schon auf den nächsten Tag und die uns bevorstehende Wanderung.

Den Wecker stellten wir uns auf 5 Uhr, denn wir wollten die kühlen Morgenstunden nutzen, um den ersten Teil der Wanderung hinter uns zu bringen. Und so stiefelten wir kurz vor 07:00 Uhr los. Wir waren auch so ziemlich allein, nur 2 Vogelbeobachter kreuzten unseren Weg. Überall am Wegesrand raschelte es und huschten kleine Tiere im Laub umher, leider viel zu schnell, als dass wir etwas hätten entdecken können. Aber dann sahen wir zwischen 2 Felsen ein Rock-Wallaby, vermutlich ein “Monjon” oder auch “Burbridge’s Rock Weasel”, blieben stehen und versuchten schnell ein paar Fotos zu schießen. Auch ein Merten’s Water Monitor (Mertens-Wasserwaran) begegnete uns dann unterhalb von einem Felsen mit indigener Felsenmalerei.

Wenig später erreichten wir auch schon die Big Mertens Falls. Wasser floss dort leider am Ende der Trockenzeit nicht mehr, aber der Ausblick war atemberaubend. Wir ließen die Landschaft eine Weile auf uns wirken und versuchten am Rand der Schlucht ein paar nette Fotos zu schießen. Von dort war es dann auch gar nicht mehr weit bis zum eigentlichen Ziel, den Mitchell Falls. Der Weg führt direkt oberhalb der Fälle entlang, zu der Stelle wo sie sich dann in Stufen in die Tiefe stürzen. Von hier aus ahnt man gar nicht, WIE beeindruckend sie wirklich sind. Um den Ausblick auf die Wasserfälle zu ergattern, muss man noch ein Stück weiter laufen, einen Weg der nicht ausgeschildert ist und den wir hier auch erst mal nicht verraten wollen. Aber von diesem inoffiziellen Aussichtspunkt versteckt zwischen ein paar Felsbrocken, hat man wohl die aller beste Sicht, abgesehen von der aus einem Helikopter herauus. Jedenfalls verbrachten wir an diesem Punkt bestimmt 20 Minuten, um die Fälle in ihrer ganzen Schönheit auf uns wirken zu lassen. Wir waren einfach nur still und schauten. Das wahre Ausmaß der Wassermassen in der Regenzeit konnten wir allerdings nur erahnen. Und so gesellte sich in diesem Moment ein weiteres Vorhaben auf unsere Bucketlist, für das wir auch gerne bereit sind, mehrere hundert Euro zu bezahlen, denn die Flüge sind ja, wiegesagt, richtig teuer. Wir müssen an dieser Stelle auch mal sagen, dass man auf solchen Reisen das Land eben auch erst einmal kennenlernen und einzuschätzen lernen muss. Viele Dinge kann man vorher gar nicht so planen, weil man dann im Zickzack und kreuz und quer fahren müsste. Und so kam es eben, dass wir nicht vorher wussten, dass es doch am eindrucksvollsten sein muss, die Kimberley mal in oder kurz nach Ende der Regenzeit zu überfliegen. Durchzufahren ist aber eben eine ganz andere Geschichte und am sichersten, mitten in oder am Ende der Trockenzeit. Aber man muss ja noch Träume haben.

Nachdem wir den Anblick genossen haben, waren wir reif für eine Abkühlung, denn die Mittagshitze brach über uns herein. Oberhalb der Fälle gibt es einige Pools in denen man schwimmen kann, und das taten wir dann auch. Bald darauf entschlossen wir uns, den Rückweg anzutreten, denn nun kamen die ganzen Bustouristen so langsam angekraxelt und auf Massenabfertigung hatten wir so gar keinen Bock. Also tschüss Mitchell Falls und vielleicht bis bald!

Die Hitze auf dem Rückweg war fast nicht auszuhalten, aber wir hatten ja keine Wahl. Und weil es einmal “fast” am Weg lag, liefen wir auch noch 3 km extra zu einem Lookout, von wo aus man die Schluchten aus einiger Entfernung sehen konnte. Es war ok, aber wahrscheinlich beeindruckender im Sonnenuntergang. Danach kehrten wir noch einmal zu den Little Mertens Falls zurück und stürzten uns dann abgekämpft in die Fluten.

Alles in allem liefen wir an diesem Tag rund 13 km, klingt vielleicht nicht viel, aber bei diesen Temperaturen war es genug!

Am nächsten Tag war es wieder soweit, die Rumpelpiste wartete auf uns. Darauf hatten wir zwar echt wenig Lust, nur half es nix. Unterwegs machten wir diesmal aber noch an ein paar Rock-Art-Plätzen halt und bestaunten Jahrtausende alte Aborigines -Felsmalereien.

Gegen Abend kamen wir dann endlich an der Ellenbrae Station an, einer kleinen schnuckeligen, liebevoll hergerichteten und gepflegten Farm. Der Campingplatz war nahezu leer und uns stand eine sehr ruhige Nacht bevor. Am nächsten Morgen holten wir uns noch frischgebackene Scones mit Schlagsahne und Marmelade in der Küche der Farmer ab und plauderten noch kurz über das Cattlebusiness.

Der 9. Tag unserer Reise auf der Gibb führte uns lediglich zum nächsten Campground mit Internetempfang. Dort verbrachten wir den Nachmittag und die Nacht, mit Blick auf die Cockburn-Ranges. Es war wahrscheinlich die längste Offline-Zeit in unserem bisherigen Australienaufenthalt, aber wir haben es auch genossen. Keine Horrormeldungen, keine Wahlkampfdebatten, keine Nachrichten und keinen Zwang, das war schlichtweg entspannend.

Upgedatet und gut informiert wartete schon das nächste Abenteuer auf uns, das Pentecost Rivercrossing. Die Durchquerung des unter dem Gezeiteneinfluss stehenden Flusses ist nicht ganz ohne, denn Leistenkrokodile (Salties) lauern in der Nähe. Mit einem 4WD ist man eigentlich auf der sicheren Seite, wenn man ein ganz normales Auto hat, muss man aber schon mal einige Stunden auf Ebbe warten, wie eine Bullifahrerin, die wir dort getroffen hatten.

Wenig später bogen wir auch schon zum El Questro Wilderness Park ab, eine 2833 km² große Anlage, die einiges zu bieten hat. Der Weg dahin ist schon ein kleines Erlebnis, denn die ca. 16 km lange, ungeteerte Straße ist äußerst holprig und man hat zudem einige kleine und größere Flüsse zu durchqueren. Wenn man die Station dann erreicht, wird man fast erschlagen, eine riesige Anlage mit Campingplatz, Shop, Bar, Restaurant, 5-Sterne Hotel, Hubschrauberlandeplatz und so weiter und so fort. Wenn man sich dann die Preise anschaut, kriegt man gleich den nächsten Dämpfer. Wir buchten also eine Nacht auf dem Campingplatz für 20$/Person. Auch wenn die nette Dame an der Rezeption verzweifelt versuchte uns noch 3 weitere Nächte zu verkaufen, blieben wir bei der einen. Dazu kam der Tagespass für den Zugang zu den Gorges für 12$/Person. Mann kann in dem Resort gut und gerne 1 Woche Urlaub machen, dann bekommt man auch Rabatte oder eine Wochenpermit für einen guten Preis, aber für uns kam das aufgrund des Zeitmangels nicht in Frage und es war auch keine schlechte Entscheidung. Nachdem wir bezahlt hatten, machten wir uns, da es noch früh am Vormittag war, gleich auf den Weg zur Moonshine Gorge, ein kleiner idyllischer Pool umgeben von Palmen und roten Felsen. Wir ließen es uns nicht nehmen, und kühlten uns gleich schwimmenderweise ab. Eine 80 cm tiefe Flussdurchquerung war nicht das einzige Risiko auf der Strecke, es war mal wieder eine huckelige und buckelige Piste die sich unser Eisenschwein entlang kämpfen musste. Wenn man das umgehen möchte, kann man die guided Tours mit dem Hauseigenen Ranger verkaufen möchte und vielleicht darauf spekuliert, dass die meisten Besucher ihr eigenes Auto schonen möchten. Das ist nur eine Vermutung und wir können allen Interessierten und Sparfüchsen mit auf den Weg geben, dass die meisten Straßen machbar sind, wenn man nicht  zu schnell fährt und ein bisschen Acht gibt. Also nur Mut!

Als nächstes hatten wir eine Wanderung in der El Questro Gorge geplant. Auf dem Carpark trafen wir überraschenderweise wieder auf unsere Aussie-Familie aus Melbourne, die die Reise zu den Mitchell Falls offenbar heil überstanden hatte.

Der Wanderweg durch die Gorge ist schattig und kühl, da er unter Palmen und Farnen entlang führt und die Sonne die meiste Zeit durch die Felswände verdeckt wird. Es geht stetig bergauf und man hat einige dicke Felsbrocken zu überqueren und muss auch durch ein Wasserloch schwimmen, um weiter zu kommen. Wir haben ca. 2,5 Stunden gebraucht, bis wir am oberen Ende zu einem kristallklaren Pool mit Wasserfall gelangten. Eine willkommene Erfrischung nach dieser sehr anstrengenden Wanderung.

Am Abend, genauer gesagt noch vor 16 Uhr, erklommen wir den sehr steilen Track zum Pigeon-Lookout. In der Hoffnung von dort oben die im Fluss lebenden Krokodile sehen zu können, machten wir es uns bei Pasta und Bier auf einer Bank bequem. Wir hatten Glück, denn nach uns trudelten noch allerlei Besucher ein, aber wir hatten den besten Spot erwischt. Wir blieben 2 Stunden, um den Sonnenuntergang in aller Pracht und Schönheit zu bestaunen. Krokodile haben wir allerdings nicht sehen können.

Eine ganz andere Art der Abkühlung verschafften wir uns früh am nächsten Morgen in den Zebedee Springs. Das sind bis zu 32°C warme und im Schatten einer Palmenoase verborgene Quellen. Ein wirklich zauberhafter Platz.

Nachdem wir die Springs verlassen hatten, war es immer noch Vormittag und so wagten wir den Marsch zur Emma Gorge. Der war eigentlich nicht wirklich weit, aber in der Hitze der Tropen, kann manchmal jeder Meter zu viel sein. Die Gorge beeindruckte durch den ca. 70 m hohen Wasserfall und das eisige, klare Wasser. Es war ein schattiger Platz, der es auch einer ca. 1 m langen, hellbraunen Schlange sehr angetan hatte und die sich nun, völlig unbeeindruckt von einer Schar Touristen, über Felsbrocken und Baumstämme schlängelte.

Wir hielten uns natürlich auf Abstand, aber ein paar Fotos konnten wir doch schießen.

Mit dem Besuch der Emma Gorge endete auch unsere Zeit auf der Gibb. Wir pumpten unsere Reifen wieder auf und fuhren zur Kreuzung Great Northern Highway und schossen das Abschlussfoto. Wie bereits gesagt, war weit und breit kein Gratulant zu sehen. Aber wir trugen ja die Beweise für das Befahren der Gibb auf unserem Autodach: den abgefallenen Auspuff und das sehr teure Ersatzrad.

 

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um uns bei allen Besuchern und treuen Followern des Blogs für das Lesen unserer Blogbeiträge zu bedanken. Über Feedback, Anregungen und Wünsche zum Blog freuen wir uns jederzeit. Scheut euch also bitte nicht, die Kommentarfunktion zu nutzen, auch um eure Fragen loszuwerden.  Eure “Aussies” Tom & Jojo