Sri Lanka – eine andere Welt

Am 08.01.2018 ging unser Heimaturlaub zu Ende. Wir hatten 2 aufregende und fast schon stressig anmutende Monate mit unseren Familien und Freunden verbracht und sind dankbar für die Wiedersehensfreude, die vergossenen Freudentränen, jedes einzelne Treffen, jede Party und jedes Beisammensein, welche uns gezeigt haben, dass Entfernung echte Freundschaften nicht auseinanderbringen kann.

Und jetzt freuen wir uns darauf,  euch wieder mit auf unsere Reise nehmen zu können. Auf geht’s nach Sri Lanka – die Perle im indischen Ozean. Für Jojo ist es das erste asiatische Land, und dementsprechend hoch ist bei ihr die Anspannung. Tom ist bereits mit China vertraut und mit dem Glauben, dass ihn nichts mehr schocken kann, stieg er ins Flugzeug.

Colombo

Bei Ankunft am Flughafen nach insgesamt 2 Flügen, 12 Stunden Flugzeit und 6 Stunden Wartezeit in Doha, schlug uns gleich feuchtwarme Luft entgegen. Außerdem konnten wir bereits jetzt eine Dunstglocke im Himmel über uns ausmachen und hatten eine wage Vermutung, woran das lag. Wir kassierten einen Aufkleber in unserem Pass, holten unser Gepäck, organisierten uns eine Sim-Karte und Bargeld in der Landeswährung Sri-Lanka-Rupie (LKR). Am Ausgang erwartete uns schon unser vom Hostel organisierter Taxifahrer. Mit dem Auto ging es dann bei einer ca. 1-stündigen Fahrt ins 35 km entfernte Colombo. Für die ersten beiden Nächte hatten wir ein Zimmer im Schlafsaal eines Hostels gebucht. Dort angekommen, fielen wir erst einmal in einen 4-stündigen Tiefschlaf. Mit trockenen Kehlen standen wir gegen 12 Uhr mittags wieder auf und mussten uns prompt auf Trinkwassersuche begeben. Wir verließen also das Hostel um uns in das Stadtgewimmel zu stürzen. Stickige, stinkende Luft und ohrenbetäubender Lärm, verursacht durch die zahllosen Three-Wheeler (Tuk Tuks), Busse, Mopeds, Motorräder und Baustellen, schlug uns entgegen und betäubte fast unsere Sinne. Etwas ratlos versuchten wir einen Supermarkt zu finden und gelangten schließlich in eine Art Markthalle, wo Obst und Gemüse verkauft und Hühner und anderes Getier geschlachtet wurde. In einem kleinen Shop konnten wir dann doch endlich 2 Flaschen Wasser ergattern, welches wir durstig unsere Kehlen hinunterkippten. Ein bisschen ziellos wanderten wir dann in dem Viertel umher, gelangten zu einem Foodcourt (Fressmeile) und probierten uns an einem scharfen Reisgericht. Um uns herum saßen eigentlich nur Einheimische, von denen wir neugierig gemustert wurden und wir versuchten besonders unauffällig zu sein. Zurück im Hostel, trafen wir in unserem 5-Mann-Zimmer auf Vlad den Kanadier/Ukrainer, den wir bereits am Flughafen kennengelernt hatten. Nach einem weiteren Mittagsschlaf – den hatten wir alle bitter nötig – teilten wir uns unser erstes Tuk Tuk, um zu einem Pub zu gelangen. Dort probierten wir die Landesspezialität Arrack, einen Schnaps aus Palmenblütensaft. Außerdem gab es Bier für alle und Fingerfood in Form von frittiertem Gemüse.

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von Vlad und machten uns auf den Weg, Colombo zu erkunden. Wir gelangten zum Gangaramaya Buddhist Temple. Hier zogen wir unsere Schuhe aus und Jojo legte einen Sarong um ihr Hüfte, da ein Zutritt nur in Shorts bekleidet nicht erlaubt war. Im Tempel war dann die Geräuschkulisse der Stadt nur noch sehr gedämpft wahrzunehmen, eine Wohltat für unsere Ohren. Wir bestaunten unter anderem eine Sammlung von Buddha-Figuren, Oldtimer und einen Bodhibaum. Im Eintrittspreis inbegriffen war auch ein Besuch im nicht weit entfernten Seema Malaka. Auf einer dreiteiligen Plattform auf dem See gebaut, befindet sich die relativ junge Außenstelle des Gangaramaya Tempels. Anschließend ließen wir uns von einem Tuk Tuk-Fahrer Richtung Norden bringen. Dort waren wir gerade dabei einen alten Uhrturm zu fotografieren, als wir von einem Einheimischen angesprochen wurden. Er wollte uns den Besuch einer buddhistischen Zeremonie ans Herz legen und in der Annahme, dass sich dieses Event gleich in der Nähe abspielen würde, folgten wir ihm. Plötzlich hielt er ein Tuk Tuk an und ließ uns einsteigen. “Dumm” wie wir waren, haben wir das mit uns machen lassen. Nach ca. 3 Minuten Fahrt wurden wir allerdings etwas unruhig und fingen an Fragen zu stellen. Irgendwann war uns klar wo die Reise hinging, nämlich zum Gangaramaya Buddhist Temple, denn wir ja erst vor einer Stunde besucht hatten. Wir ließen das TukTuk anhalten und sollten geschlagene 600 LKR bezahlen. Wir gaben dem Fahrer 150 LKR und machten uns schleunigst davon. Wir ärgerten uns noch ganze 10 Minuten, dass wir uns haben übers Ohr hauen lassen. Wie kann man nur so blöde sein und sich so bequatschen lassen. Naja, aus Erfahrung lernt man. Dachten wir. Das sollte allerdings nicht unsere letzte Begegnung mit den freundlichen aber mitunter aufdringlichen Locals gewesen sein.

Für den nächsten Morgen hatten wir die ca. 3 Stündige Zugfahrt nach Kandy geplant. Dafür mussten wir zeitig ins Bett, um ein bisschen erholsamen Schlaf abzubekommen.

 

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Ein Gedanke zu „Sri Lanka – eine andere Welt“

  1. Hallo ihr zwei schön das es euch gut geht freut mich das ihr gut gelandet seid und schon wieder viel erlebt 👍 verfolge es mit großem Respekt und Freude.Passt gut auf euch auf LG bis bald

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