768 Kurven bis nach Pai

2.-5. Februar 2018

Gegen Mittag wurden wir von einem Sammeltaxi abgeholt. Es sollte uns ins 130 km entfernte Städtchen Pai bringen. Soweit so gut. Das einzige Problem, von dem wir vorher schon erfahren haben, waren die ca. 768 Kurven, die uns auf dem Weg erwarteten. Nichts für schwache Mägen – mal wieder. Aber entgegen unserer Erwartungen, verlief die Fahrt ganz gut und niemand musste sich übergeben. Als wir in Pai ankamen, führte unser erster Weg zu einem Rollerverleih. Mit dem ausgeliehenen Bike fuhren wir dann auch gleich in unsere Unterkunft. Ein Gang über den Nightmarket durfte natürlich auch nicht ausbleiben. Hier bekamen wir einen Eindruck, wessen Ziel Pai so im Regelfall ist, denn wir sahen vor allem junge und alternde Hippies. Das Beste am Markt waren dann schmackhafte Pancakes mit Mango und Banane.

Den nächsten Tag starteten wir ziemlich zeitig mit einem leckeren Frühstück. Mit dem Roller fuhren wir dann ein Stück stadtauswärts zu einem großen weißen Buddha. Wie so oft mussten wir erst einmal zahlreiche Treppenstufen erklimmen. Oben angekommen hatten wir eine tolle Aussicht über das beschauliche Städtchen. Während wir auf den oberen Treppenstufen saßen und den Blick schweifen ließen, unterhielten wir uns eine ganze Weile mit Andrew aus England über Gott und die Welt. Keine Ahnung wie lange wir dort saßen, aber es kann gut eine Stunde gewesen sein. Jedenfalls fuhren wir anschließend zusammen zu einem tollen Aussichtspunkt in der Nähe eines chinesischen Dorfes.

Am Nachmittag sahen wir uns noch eine historische Brücke aus der Zeit des 2. Weltkrieges an – die Pai Memorial Bridge. An dieser Stelle hatten nämlich die Japaner 1941 eine Holzbrücke gebaut, die es ihnen ermöglichen sollte, einen Weg nach Burma (Myanmar) einschlagen zu können. Zum Ende des Krieges zerstörten die Japaner allerdings die Brücke, welche aber für die Bewohner Pais zu einem wichtigen Transportweg geworden war. Also bauten diese eine neue Brücke an der selben Stelle, die bis heute als Mahnmal bestehen blieb.

Gegen Abend kletterten wir in den Pai Canyon und sahen uns von dort den Sonnenuntergang an. Unser Abendbrot nahmen wir wieder auf dem Nachtmarkt zu uns. Was wohl ein folgenreicher “Fehler” war.

Am nächsten Tag hatten wir den Salat und Jojo eine Lebensmittelvergiftung. Für diesen Tag war sie also außer Gefecht gesetzt und mehr als ein Unterkunftswechsel war für sie nicht machbar. Tom hatte ja immer noch den Roller, also erledigte er damit ein paar Besorgungen und fuhr einfach ein bisschen die Umgebung von Pai ab. Den Rückweg nach Pai traten wir am nächsten Tag an und zwar mit dem Roller. Vorher standen aber noch der Bamboo Walk und der Land Split auf unserer To-Do-Liste.  Der Bamboo Walk ist ein Steg aus Bambus der über Reisfelder zu einem abgelegenen Tempel führt. Soweit sind wir allerdings nicht gelaufen, da uns dafür die Zeit fehlte. Beim Land Split gab es für alle selbstgemachten Rosellasaft und gegen eine Spende konnten wir uns den Spalt anschauen.

Danach ging die wilde Fahrt mit dem Roller nach Chiang Mai los. 768 Kurven, 130 km und 4 Stunden später hatten wir es dann auch eeeeeendlich geschafft.

Wir gaben den Roller ab, liefen noch ein bisschen durch Chiang Mai und verbrachten auch noch den nächsten Tag in der Stadt. Erst am übernächsten Tag ließen wir das nördliche Thailand hinter uns und machten uns auf den Weg in den Süden.

 

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