Meatlovers

“Lasst uns heute Pizza bestellen. Wenn Ihr nichts dagegen habt. Ich habe heute nicht wirklich Zeit zum Kochen”

“Ach klar, gar kein Problem. Pizza geht immer!”

“Ok, sehr gut. Welche Sorten mögt ihr denn gern?”

“Ach irgendwas mit Fleisch.”

“Also dann lasst uns doch eine Supreme nehmen, eine mit Chicken und eine Meatlovers.”

“Klar, das klingt gut und vergiss auf keinen Fall die Knoblauchbrote.”

Eine halbe Stunde später standen 3 Pizzen vor uns, alle mit unterschiedlichen Sorten Fleisch. Fleisch wohin das Auge reicht. Aber eigentlich essen wir doch gar nicht so viel Fleisch, oder?

In letzter Zeit hatten wir einen Fleischkonsum, der mit Mäßigung nicht mehr viel zu tun hatte. Es gab immer Fleisch, egal ob Steak, Hühnchen, Schweinebauch, Bratwürste, Hackfleisch, Meatpies, Fleisch auf der Pizza oder das obligatorische Wurstbrot zum Frühstück, es war so gut wie immer Fleisch dabei.

Aber eigentlich essen wir doch gar nicht so viel Fleisch. Nunja, lasst uns das mal etwas genauer betrachten:

Wenn wir uns morgens unsere zwei Scheiben Toast gegönnt haben, war eine davon mindestens mit einer Scheibe Roast Beef, Schinken oder Salami belegt, manchmal griff man auch zu mehreren Scheiben, und belegte damit ein Toast. Zum Mittag gab es gerne mal Burger mit Hackfleisch Patties, Sandwiches oder Wraps mit Schinken, Bratwurst vom Vorabend oder Meatpies, wie der Name schon sagt, meistens mit Hack oder Steakstückchen gefüllt. Und zum Abendbrot wurden wir bekocht. Und das Leben auf einer Rinderfarm wird nun einmal größtenteils davon bestimmt, Fleisch zu essen. Daher gab es auch meistens etwas Fleischhaltiges, wenig Gemüse, Bratensoße und ja es war verdammt lecker. Unsere Arbeit- bzw. Gastgeber meinten es wirklich gut mit uns, sie kochten, ich würde es australische Hausmannskost nennen, fantastisch. Der Porkbelly (Schweinebauch) mit Kruste war ein Traum. Und trotzdem hatte er EINEN bitteren Nachgeschmack, er lag uns die ganze Nacht im Magen.Wir sind dankbar für jedes Gericht, dass wir bekommen haben. Wir haben nicht schlecht gelebt, könnte man sagen. Aber 2,5 Monate übermäßiger Fleischkonsum brachte uns an unsere Grenzen. Das Essen begann uns schwer im Magen zu liegen, das lag vielleicht auch daran, dass wir unser Dinner immer erst sehr spät Abends zu uns nahmen, Tom begann über Schmerzen in den Füßen zu klagen, Anzeichen einer Gicht? Unsere Haut war unrein und ein komisches Gefühl machte sich langsam breit.

Zurück in der Stadt, fassten wir einen Entschluss, wir brauchten eine Pause. Pause vom Toast mit Wurst, Pause von der Pizza mit Hühnchen und eine Pause vom Schnitzel mit Pommes. Unser Verlangen nach Gemüse war gestiegen. Wir fingen damit an, uns an der Theke vom Subway bewusst für die vegetarische Sandwich-Variante zu entscheiden oder einen vegetarischen Burrito zu bestellen, eben ohne Hackfleisch. Warum haben wir uns sonst beim Essen for take away immer für die Fleisch-Variante entschieden? Weil nur das satt macht? Weil das Grünzeug doch eh nicht schmeckt? Wir wissen es nicht. Aber eines ist klar, für einen Beefburger entscheidet man sich schnell, beim Veggiemeal schaut man dreimal hin: Was ist da drin? Esse ich Pilze? Esse ich Paprika? Tomate schmeckt mir nicht. Ach soll ich das jetzt wirklich nehmen, ich habe doch so einen großen Hunger.

Aber es lohnt sich über den Tellerrand hinauszuschauen und den Blick auf die Teller mit den vegetarischen oder vielleicht sogar veganen Sachen zu richten. Panini mit gerösteter Paprika, einer leckeren Sauce, Feta und Avocado, oder eine Quiche mit Kürbis und Spargel. Ja auch beim Fast Food, gibt es einige Auswahl und probieren tut nicht weh. Achso und lasst euch gesagt sein, es schmeckt, lecker, und es macht definitiv satt.

Mal sehen was uns in Bali erwartet. Mein Vorsatz ist es immer noch, Nein zum Huhn und Nein zum Fisch zu sagen, und Schwein/Lamm erst recht nicht. Ich bin gespannt, ob wir durchhalten.

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2 Kommentare zu „Meatlovers“

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