Archiv der Kategorie: Australien

Blaue Berge

Für die Strecke in den Osten haben wir 5 Tage gebraucht. Wir sind über Renmark und Mildura gefahren, dann nach Hay und weiter über West Wyalong, Bathurst und bis nach Lithgow. Eine der schönsten Übernachtungsmöglichkeiten fanden wir im Bakers Shaft Reserve, einem kleinen Nationalpark, weit ab von allem und wunderschön gelegen. Dieser friedliche Ort lud zum Spazieren ein. Ringsherum gab es sanft abfallende grüne Hügel, zahlreiche Rinder, ein Flüsschen und Sonnenschein. 

Blue Mountains –

sieht aus wie Elbsandsteingebirge, ist es aber nicht. Es ist einer der Touristen-Hot Spots im Osten Australiens. Ein Must Do, wenn man in Sydney ist. 1100 m hohes Sandsteinplateau, blauer Dunst, Urwald – darauf kann man sich einstellen, wenn man den Blue Mountains einen Besuch abstatten will. Und wie bei allen Orten, die von Touristen stark frequentiert werden, ist es auch hier nicht anders, denn es gibt sie, die geheimnisvollen Ecken, die kaum einer kennt. Um diese zu finden, muss man einfach folgendes machen: Der erste Weg sollte ins Informationszentrum führen. Dort hört man sich an, was die netten Damen und Herren einem zu sagen haben. Uns brachte es am Tag 1 eine Wanderung zum Pulpit Rock ein, den wir mit einer Gruppe älterer Damen und ein paar Chinesen teilten. Wir hatten von dort eine wunderbare Sicht auf die bläulichen Eukalyptuswälder und das alles (fast) für uns allein. Den Pulpit Rock erreichten wir vom Govetts Leap Lookout aus. Ein (schmaler) 7 km langer Wanderweg führt treppab- und treppaufwärts an den Horseshoe (Hufeisen) Falls und anderen kleineren Aussichtspunkten vorbei,und bietet dabei grandiose Aussicht auf das vor einem liegende Grose Valley. Auf dem Weg überquert man einen kleinen Bach, an dem links und rechts riesige Farne wachsen, durchläuft Sümpfe und offenes Heideland und kann Wildblumen und Wildlife betrachten. Hätten wir ohne den Hinweis nie gemacht und das wäre schade gewesen.

Vom Evans Lookout überschauten wir nochmals das dichte Blätterdach der Eukalyptusbäume im unter uns liegenden Tal. Kaum vorstellbar, dieses zu durchdringen, und doch: es gibt einen Wanderweg – den Grand Canyon Walk. Den haben wir uns aber für den nächsten Tag aufgehoben, da wir von einer Wanderung schon ziemlich kaputt waren.

Auf der anderen Seite des Felsplateaus wagten wir trotzdem noch einen kurzen Ausflug. Ein Wanderweg führte zu den Gordon Falls, dazwischen wieder mehrere Aussichtspunkte und Blick auf das riesige bewaldete Jamison Valley.

Vom Örtchen Katoomba gelangten wir dann später noch zum Echo Point und zu den Three Sisters, einer imposanten Felsformation aus 3 Felszinnen.  Gegen 17 Uhr war es hier einigermaßen ruhig, diesen Tipp hatten wir auch von der Dame vom gelben“I” (Touristeninfo) bekommen. Vom Echo Point aus kann man auch mehrere kleine Wanderungen starten, wir spazierten nur auf dem 400 m langen Honeymoon Walk zur Honeymoon Bridge. Dabei geht es eine steile, viel zu enge Treppe hinunter, auf der sich (trotz der späten Stunde) noch viel zu viele Touristen drängelten.

Leider meinen manche Menschen, auch im zivilisierten Australien, ihren Müll überall fallen lassen zu können. Eine Sache, die in einer Landschaft, die zum UNESCO Welterbe zählt, völlig fehl am Platz ist. Liebe Besucher der Blue Mountains, es gibt Mülltonnen und man kann sie benutzen, denn Müll löst sich nicht einfach in Luft auf, danke.

Am nächsten Tag zog es uns dann wieder weg von Touristenmagneten, hinein in tiefen undurchdringlichen Urwald. Wir nahmen den Grand Canyon Walk in Angriff, davon hielten uns auch nicht die 90.000.000 Treppenstufen am Anfang ab, die wir ja auch irgendwann wieder raufklettern mussten.  Am Grunde der Schlucht war es ausgesprochen angenehm, ja fast schon ein bisschen zu kalt. Überall wo ein Sonnenstrahl hinfiel, leuchtete es grün oder glitzerten Regentropfen. Ein malerischer Anblick, den wir so nicht erwartet hatten und uns sehr beeindruckte. Man kann sagen, dass es vielleicht eine glückliche Fügung ist, dass hier nicht so viele Leute hinkommen, denn Orte wie dieser vertragen Menscheninvasionen einfach nicht. Wir ließen uns auf dem 6 km langen Pfad von Wasserfällen, Schluchten und einer Höhle in den Bann ziehen und fühlten uns wie in einer anderen Welt oder in der Zeit ein paar 10.000 Jahre zurückversetzt. Es war wirklich grandios.

 

 

Eine weitere Nacht verbrachten wir umgeben von Eukalyptuswäldern und wieder ohne Handynetz, bevor es dann endlich in die große, lang ersehnte Stadt ging.

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Zurück in den Süden

Einmal bis nach Adelaide, bitte!

Wir verließen Uluru und fuhren 463 km zurück nach Alice Springs, weil dort ein Paket auf uns wartete. Wir buchten noch einmal eine Nacht auf dem uns bereits bekannten Campingplatz (diesmal mit deutschen Campingnachbarn) und machten wieder ein paar Besorgungen.

Unseren ursprünglichen Plan, über den Plenty Highway in Richtung Cairns zu düsen, hatten wir über Bord geworfen. Wir hatten einfach kein gutes Gefühl bei der Vorstellung, 1000e km durch absolutes Nichts zu fahren (ja, wir sind eigentlich die ganze Zeit durch “Nichts” gefahren, aber irgendwie war das was anderes). Wir peilten daher den Weg in den Süden an, dahin, wo wir vor einem dreiviertel Jahr schon einmal waren – Adelaide.

Wir passierten also die Grenze zu South Australia und dies brachte auch einen Wetterumschwung mit sich. Am Morgen waren wir noch durch 40°C Hitze gewandert, um uns die Henbury Meteoriten Krater und das Rainbow Valley anzuschauen, plötzlich standen wir im Regen.

Weiter ging es nach Coober Pedy, mit untypischen wolkenverhangenem Himmel, und zum “Underground-Nest” von Crocodile Harry. Der war ein Ex-Krokodiljäger, der 1970 nach Coober Pedy zog, um nach Opalen zu suchen. Da es in Cooper Pedy richtig richtig heiß werden kann,hatten sich die Leute etwas ganz tolles ausgedacht. Sie buddelten oder sprengten  Höhlen in die Erde oder den Fels und formten sie zu Wohnungen . Das wird teilweise auch heute noch gemacht, allerdings mit anderer Technik. Es gibt allerdings auch ganz normale Häuser in Coober Pedy, dank aufwendiger Klimaanlagen. Früher war es jedoch einfacher, in kühlen Höhlen untertage zu hausen. Einige von diesen Wohnungen sind mehr oder weniger berühmt berüchtigt, noch erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich. Harry war ein Lebemann und den Frauen sehr zugetan. Sein Haus hat er auf skurrile und exzentrische Art und Weise künstlerisch gestaltet. Kein Wunder also, dass sein Haus auch als Filmkulisse gedient hat. Es taucht nämlich in dem Film Mad Max 3 auf. Seine Fans und Touristen zieht es seit je her in diese Wunderhöhle, und das sieht man. Denn sie haben Spuren hinterlassen, in Form von Malereiern und Souveniers die überall verteilt sind. Und das alles kann man auch heute noch bestaunen. Jedenfalls wird man gar nicht fertig mit guggen. Auf den Fotos, die wir gemacht haben, kann man nur ansatzweise erahnen, wie trashig diese “Bude” wirklich ist. Harry ist 2006 verstorben, trotzdem blieb alles an seinem Platz und die Tür steht für jeden immer noch offen. Wenn man sich die Meinungen und Bewertungen über diese “Sehenswürdigkeit” im Internet durchliest, dann sind die wie zu erwarten zwiegespalten. Wir finden, es spielt keine Rolle, ob man alles versteht oder nachvollziehen kann, was in dem Haus rumsteht oder gemalt ist, darauf kommt es auch gar nicht an, es sind Nachrichten an den ehemaligen Bewohner und dessen Kunstwerke. Was zählt ist, dass sich alle richtig was einfallen ließen. Also hingehen, anschauen, entdecken und staunen.  Man muss es nicht werten.

Eine Mine haben wir dann doch nicht angeschaut, auch nicht nach Opalen gesucht, die kann man nämlich in der Stadt ganz bequem käuflich erwerben. Sonst ist Coober Pedy eben eine Outbackstadt – staubig, öde und einsam.

Port Augusta und Mt. Remarkable Nationalpark waren unsere nächsten Ziele. Hier wollten wir uns die Alligator Gorge anschauen und ein bisschen wandern. Danach führte uns eine Landstraße durch einen besonders grünen Landstrich, durch das Clare Valley bis nach Adelaide. Hier ging es wieder hoch hinaus nach Bel Air. Unser ehemaliger Couchsurfer-Host Thomas erwartete uns schon. Auch seine Familie, die uns vor einem dreiviertel Jahr so herzlich empfangen hatte, war anwesend und so verbrachten wir 2 Nächte im Hause Donald. Es war ein bisschen wie heimkehren. Am ersten Abend saßen wir gleich ein paar Stündchen zusammen und wir konnten erzählen, was wir alles im letzten Jahr erlebt hatten. Die Fragen hörten auch gar nicht auf und alle redeten durcheinander.

Ein bisschen Sightseeing machten wir in Adelaide auch noch, das führte uns nochmal an den Strand nach Glenelg, in die Innenstadt und ins Museum, zum Guggen in den German Club mit seiner typisch deutsch-bayrischen Einrichtung, deutschem Bier und deutschen Speisen und in die Uni-Mensa für einen wirklich leckeren Burger. Wir versuchten Thomas, der an der Uni einen Deutschkurs belegt hat, ein bisschen beim Lernen zu unterstützen und freuten uns auch Hund Missy und Kater Chester wieder zu sehen. Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Überschattet von einem persönlichen Abschied in der fernen Heimat, verließen wir, doppelt traurig, Adelaide.

Wir begaben uns als nächstes in Richtung Barossa Valley. Unterwegs zog es uns in die Natur und wir konnten den sonnigen Tag trotz allem ein bisschen auszunutzen. Zwei kleine Wanderungen im Para Wirra Recreation Park und im Kaiserstuhl Conservation Park brachten uns vorrübergehend auf andere Gedanken. Dazwischen genossen wir die grandiose Aussicht auf die Weinberge. In Greenock campten wir wieder am Kricket-Oval, genau wie letztes Jahr im Dezember.

 

Nach unserem Aufenthalt im Barossa Valley düsten wir schnurstracks in Richtung Sydney. Vor der Hafenstadt gab es für uns nur noch ein Ziel: Blue Mountains!

Ein unausgesprochenes Verbot, versteinerte Köpfe und ein Touristenmagnet

Uluru (Ayes Rock) und Kata Tjuta (Olgas) im Kata Tjuta Nationalpark

Für viele ist es DAS Australien, andere wollen ihn gar nicht sehen. Wir haben uns diese Sehenswürdigkeit Australiens einfach eine ganze Weile aufgehoben, aber eines stand von Anfang an fest: Wir wollen Uluru sehen.

Nun hat es sage und schreibe ein dreiviertel Jahr gedauert, aber schließlich und endlich haben wir uns auf den Weg zum roten Felsen gemacht.

 

1. Oktober 2017 – Wer sieht zuerst den Uluru?

Vom Kings Canyon aus waren es nur noch rund 300 km. Spannung lag schon in der Luft und wir reckten die Hälse nach dem roten Berg, da war eigentlich noch nicht einmal an ihn zu denken. Dafür erspähten wir etwas anderes: Mt. Connor. Ein Tafelberg, der sich allerdings in Privatbesitz befindet und Besteigungen nur im Rahmen einer geführten Wanderung möglich sind. Trotzdem beeindruckte er uns. Wir hätten ihm sicher einen Besuch abgestattet, wenn nicht so ein Gewese drum gemacht worden wäre.

Der Tag war schon sehr weit fortgeschritten und eine Fahrt in den Kata Tjuta Nationalpark hätte sich nicht mehr gelohnt. Wir hielten also in der Curtin Springs Station, bezahlten 3 $ für die Dusche und suchten uns einen ansonsten kostenfreien Stellplatz. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker schon um 5 Uhr und Jojo drehte sich nur grummelnd auf die andere Seite und versuchte den morgendlichen Weckruf zu überhören. Es half aber alles nichts, schließlich hatten wir geplant den Sonnenaufgang am Berg beizuwohnen. Also aufgestanden und zusammengepackt und die Fahrt ging los. Es trennten uns noch ca. 100 km vom Uluru und diese bewältigten wir in einer Stunde. Von der Landschaft um uns herum sahen wir allerdings noch gar nichts, denn es war noch stockdunkel. Also rätselten wir weiter rum, in welche Richtung wir denn nun eigentlich zu schauen haben, um zumindest die ersten Konturen von Uluru erspähen zu können. Nach Passieren der Parkgrenze und Bezahlen der 50 $ für den 3-Tages-Parkpass tauchten dann auch linkerhand eeeendlich die schwarzen Umrisse des Felsens vor uns auf. Zumindest wussten wir nun, wo wir hinschauen mussten, auch wenn wir sonst noch nicht wirklich viel erkennen konnten. Kurz vor halb 7 hatten wir dann einen Parkplatz am Sunrise-View-Point gefunden. Da es uns aber tausende Touris gleichtun wollten, beschlossen wir kurzerhand, nicht zur Aussichtplattform zu laufen, sondern wir kletterten auf unser Autodach und bestaunten das Schauspiel vom Parkplatz aus (so ziemlich in Ruhe also).

Kata Tjuta – many heads

Gegen 9 Uhr packten wir dann auch hier zusammen und begaben uns zu den ca. 50 km weiter entfernten Kata Tjuta oder auch Olgas genannt. Diese sind der Legende der einheimischen Aborigines nach versteinerte Köpfe oder versteinerte Riesen, also 36 einzelne abgerundete Bergkuppen, die sich über eine Fläche von 36 km² erstrecken. Hier wollten wir wandern gehen. Ein ca. 7 km langer Rundweg sollte durch die Berge und durch das Tal des Windes führen. Der Anstieg war zunächst ziemlich steil und anstrengend, führte dann einige Male wieder abwärts und wieder hoch hinauf, passierte 2 Aussichtspunkte und 2 Trinkwasserauffüllstationen. Von Nahem stellten wir fest, dass die Oberfläche der Felsen viel durchwachsener, vernarbter und rauer war,und die Felsen insgesamt viel höher über unseren Köpfen aufragten, als es von Weitem den Anschein erweckte. Der Größte von ihnen, Mt. Olga, soll ca. 546 m groß sein und ist damit sogar höher als der Uluru. Den Wind, der Legende nach der Atem der Schlange Wanambi, die auf Mt. Olga wohnt, hörten wir zwischen den Felsen fauchen und heulen, als wenn die “Köpfe” zu uns sprechen würden.

Wir hatten an dem Tag auch wirklich Glück mit dem Wetter. Es war nicht zu heiß und nicht zu kalt und auch die Sonne ließ sich blicken. Das war umso besser, da wir so den orangerötlichen Schimmer der Felsen im Sonnenlicht bestaunen konnten. Ansonsten kreuzten einige Schulklassen und Touribusoutbackadventuregruppen unseren Weg, aber damit muss man sich bei einem so touristischen Platz wohl abfinden.

Achtung: Dieser Wanderweg wird bei heißem Wetter ab 11 Uhr morgens geschlossen. 

Nach Beendigung der Wanderung im Valley of the Winds hatten wir aber noch nicht alles gesehen. Nun stand uns noch der kurze Weg in die Walpa Gorge bevor. Der Weg war auf jeden Fall einfacher zu bewältigen und kürzer. Hier fühlten wir uns dann mal so richtig klitzeklein zwischen den kuppelförmigen Felsen, die links und rechts von uns aufragten.

Am Dune Viewing Point, beliebter Punkt für Sonnenauf- und untergänge, machten wir Rast, gönnten uns einen kleinen Backpackerimbiss (Instantnudeln) und genossen den Panoramablick auf die 550 Millionen Jahre alten Felsformationen (inkl. Uluru).

Am Nachmittag schauten wir noch in Yulara vorbei, auf der Suche nach einer Tankstelle und einem Supermarkt. Dieser Ort besteht eigentlich im Großen und Ganzen nur aus (Luxus)Hotels, Hostels und Campingplätzen und ist damit erste Anlaufstelle für alle Touristen, wenn es um Unterkünfte, Mietwagen etc. geht. Der Supermarkt, den wir dann glücklicherweise entdeckten, war auch gar nicht so teuer, wie wie erwartet hatten. Trotzdem sind Übernachtungen in dem Resort nicht ganz billig. Der Campingplatz kostet zum Beispiel knapp 25 $/ Nacht und das nur, wenn der teurere voll ist.

Da wir allerdings auf dem Spartrip sind, wollten wir uns das nicht geben. Wir verließen den Nationalpark und WikiCamps führte uns zu einem halboffiziellen Freecamp in den Dünen mit Blick auf den Uluru. Dank Friedrich konnten wir ohne Probleme durch den Sand fahren. Wir schlugen unser Lager auf einer Düne auf und hatten von dort eine gigantische Aussicht. Um uns herum wurde es auch immer belebter und wir mussten “unsere” Düne mit zahlreichen anderen Sparfüchsen teilen. Alle kamen hierher um Fotos zu schießen oder im Sonnenuntergang ein Bierchen zu trinken. Das taten wir natürlich auch. Wir stellten unsere Kamera in Position, um mit der time lapse-Funktion unserer GoPro den Sonnenuntergang am Uluru (im Zeitraffer) festzuhalten.

 

 

Eine Düne für umsonst

Das Aufwachen am nächsten Morgen war auf der einen Seite spektakulär und auf der anderen Seite etwas ruppig, da mal wieder unsere Sanddüne von fremden Wesen eingenommen wurde und wir uns in unserer morgendlichen Ruhe ziemlich gestört fühlten. Ein paar ganz Schlaue hatten sogar ihre Drohne mitgebracht, deren Surren uns richtig auf die Palme brachte. Seit diesem Tag hassen wir Drohnen. Das Schlimme ist ja, dass jeder meint, er bräuchte so ein blödes Ding und dabei machen die meisten damit nichts anderes, als anderen Leuten auf die Nerven zu gehen. Aber wir konnten es schließlich nicht ändern, wir waren ja eigentlich froh, dass wir so einen tollen Platz ergattert hatten und dass wir dafür keinen Cent bezahlen mussten. Wir ließen also alle gewähren und trödelten selbst ein bisschen in den Tag hinein. Während alle anderen dann langsam zu Wanderungen und Besichtigungstouren aufbrachen, machten wir es uns unter unserer Markise gemütlich. Wir hatten vor, erst wieder am nächsten Tag zum roten Felsen zu fahren, um den 10,6 km langen Base Walk um Uluru herum zu wandern oder noch einmal den Sonnenaufgang von Nahem zu bewundern und ins Cultural Center zu gehen. Aber an diesem Tag wollten wir uns nur mit “Uluru-Fernblick” zufrieden geben. Ja so war der Plan. Kurz vor 15 Uhr erhielten wir allerdings Besuch auf unserer Sanddüne, der uns freundlich aber bestimmt darauf hinwies, dass dies hier Privatbesitz sei und es nicht erlaubt sei, hier zu campen. Die beiden “Ranger” baten uns, zusammenzupacken und den Ort zu verlassen, da ansonsten eine Strafe von 1200 $ drohe. Da wir die einzigen waren, die auch tatsächlich anwesend waren, hinterließen die Männer an den anderen Campingtrailern und Zelten handschriftliche Nachrichten mit dem gleichlautenden Inhalt und außerdem schossen sie Fotos von allen Hinterlassenschaften oder Set Ups. Wir mussten also notgedrungen alles abbauen und “abreisen”. Da wir auf keinen Fall Geld für den Campingplatz im Resort bezahlen wollten, beschlossen wir, doch noch mal schnell zum Uluru zu fahren, den 2 km langen Mala Walk und den 1 km langen Kuniya Walk zu machen, einmal ringsherum zu fahren und dann zurück nach Curtin Springs zu brausen. (Das Freecamp in den Dünen ist mittlerweile geschlossen)

In ziemlicher Eile mussten wir nun Uluru abhandeln und das ist eigentlich schade, denn so wurden wir dem spirituellen Charme des roten Berges vielleicht nicht ganz so gerecht, wie wir uns das vorher ausgemalt hatten. Letztendlich nahmen wir uns aber doch so gut es eben ging Zeit und versuchten einfach zu genießen und alles in uns aufzusaugen.

 

Please don’t climb Uluru

Als wir auf dem Parkplatz ankamen, hatten wir auch die perfekte Sicht auf den Zugang zum Aufstieg und den steilen Weg nach oben. Hier tummelten sich auch tatsächlich noch (nicht zu wenige) Touristen, die dem Gipfel entgegen taumelten. Es war aber auch 17 Uhr und das Eingangstour zum Aufstieg wurde gerade dicht gemacht. Vor diesem Tor stehen 2 große Schautafeln auf denen ein paar Hinweise zum Aufstieg, Gefahren und Anzahl der Todesfälle in den letzten Jahren zu finden sind. Außerdem ist hier die eindeutige Bitte formuliert, NICHT hinauf zu klettern. (Ein offizielles Verbot gibt es nicht, aus Angst vor Tourismuseinbrüchen). Diese Schilder scheinen aber irgendwie nur wenige zu interessieren. Aber mal ganz ehrlich, wer kommt auch auf so einen absurden Gedanken, diesen heiligen Berg besteigen zu wollen??? Wir wissen nicht, wie man so eine Idee im Kopf haben kann oder warum man überhaupt hier her kommt, wenn man denkt, dass man den Zauber dieses Ortes nur greifen kann, wenn man schwitzend und ächzend draufrumklettert. (Mittlerweile haben wir erfahren, dass der Aufstieg ab Oktober 2019 gänzlich verboten wird – ein Glück!)

Wir schüttelten unsere Köpfe über soviel Ignoranz und machten uns auf den Weg zum Mala Walk. Der goldene Schein der langsam untergehenden Sonne und die im Wind raschelnden Bäumen um uns herum taten ihr übriges,dass uns Uluru in seinen Bann zog. Auf dem Weg begegneten uns die Besonderheiten dieses Ortes  auf ihre ganz eigene Art und Weise. Es ist wirklich schwer zu beschreiben, was wir in diesem Moment fühlten, wir können nur so viel sagen:

1. Uluru ist viel mehr als nur ein roter Felsen. Er hat mehr Ecken und Kanten, Narben, Ausspülungen und Höhlen als man erwartet.

2. Es ist das Gefühl, wie in einer riesen großen Kirche zu stehen in der alle ehrfürchtig und andächtig umherwandeln, und versuchen ja kein lautes Geräusch von sich zu geben.

3. Es ist ein Ort, dem man mit viel Respekt begegnet.

4. Von diesem Ort nimmt man nichts mit und alles was man zurücklässt, sollen Fußspuren im roten Sand sein.

Und das sind Dinge, die wir jedem mit auf den Weg geben, der vor hat, Uluru zu besuchen. Es ist eine heilige Stätte und so sollte man sie auch behandeln!

Der kurze Mala Walk bot zahlreiche Informationen über das Leben und  Lehren der Aborigines, die diesen Stein ihr Zuhause nannten. Man sieht zahlreiche Höhlen und Felsformationen, manche Stellen sind entweder ausschließlich Frauen oder ausschließlich Männern vorbehalten (gewesen) und manche darf man nicht einmal fotografieren, da sie besonders heilig sind. (Einige asiatische Besucher ließen sich von den Hinweisschildern beim Selfie schießen allerdings gar nicht stören).

Anschließend fuhren wir zum Kuniya Walk, der zu einem Wasserloch führt und sich auf der südlichen Seite des Uluru befindet. Weil die Sonne dann schon sehr niedrig stand, mussten wir uns aber doch ziemlich beeilen, um den Berg noch mit dem Auto umrunden zu können.

Mit einem letzten Blick auf Uluru der sich nun so dunkel vor dem Sternenhimmel zeigte, wie bei der Begrüßung an unserem ersten Tag im Park, verabschiedeten wir uns von diesem Ort und wer weiß, vielleicht kommen wir ja doch einmal wieder hier her.

 

Im Herzen Australiens

Erstmal vorweg, in Alice Springs merkten wir ganz deutlich, dass im Northern Territory strenge Alkoholregularien herrschen. Bottleshops, die erst ab 14 Uhr nachmittags öffnen, dann sitzen da auch noch Polizisten drin, die einen beobachten und man muss unbedingt seine ID (Ausweis, Reisepass oder Führerschein) dabei haben, sonst gibt es gar nichts. Ja hier merkt man deutlich, dass es in Australien ein Alkoholproblem gibt. Ansonsten ist Alice eine Stadt wie jede andere, sie ist weder besonders schön noch besonders hässlich. Sie sticht allerdings heraus als eine der gefährlichsten Städte Australiens, was bei einer Einwohnerzahl von gerade mal 27.000 schon etwas beachtliches ist. Jedenfalls warnt das Auswärtige Amt sogar und man soll als Tourist in Alice ein bisschen Vorsicht walten lassen (uns ist nichts passiert).

Dafür, dass die Stadt an einem der früher unerreichbarsten Orte Australiens gewachsen ist, gibt es hier aber trotzdem mittlerweile so ziemlich ALLES. Das Gefühl, irgendwo im Nirgendwo zu sein, ist irgendwann (leider) abhanden gekommen.

 

Deutsch-französische-Freundschaft und ein mutiger Radler

Davon einmal abgesehen, fanden wir in Alice einen sehr günstigen, wenn auch staubigen, Campingplatz für 15 AU$/Nacht. Dort schlossen wir auch gleich Bekanntschaft mit unserem Campingnachbar aus…. ratet mal… genau: Frankreich, und auf der anderen Seite mit einem japanischen Radler, der von Adelaide bis Darwin radeln wollte. Wir verbrachten 2 Abende bei Rum und Bier und hörten uns Geschichten aus Frankreich und Japan, was für uns besonders interessant war, an.

In Alice selbst erkundeten wir natürlich die, entgegen den Erwartungen, grüne Innenstadt und des Weiteren das Central Australia Museum sowie das Flugzeugmuseum. Außerdem begaben wir uns zu Fuß auf Ersatzteilsuche für Friedrich und legten dabei um die 12 km in der Stadt zurück.

Zwischendurch genossen wir die Abkühlung im campingplatzeigenen Pool (welch ein Luxus).

 

“Ich will ein Schwarzpfoten-Felskänguru sehen!”

Nach 4 Tagen hatten wir von der Stadt in der Wüste genug und so suchten wir die MacDonnell Ranges auf. Das ist eine Bergkette die sich von Alice Springs aus gesehen in westliche und in östliche Richtung erstreckt. Wenn man die West MacDonnell Ranges entlangfährt kann man dann weiter zum Kings Canyon und von da aus zum Uluru fahren, quasi in einem großen Bogen von ungefähr 700 km. Und genau das war unser Plan.

Unser erstes Ziel in den Ranges war Simpsons Gap (Gap = Spalte) ca. 18 km westlich von Alice Springs. Wie der Name schon sagt, ist es eine Kluft zwischen zwei Bergketten, an deren Grund sich ein tiefes kaltes Wasserloch befindet. Dieses wird gesäumt von großen Geröllhaufen, die den perfekten Lebensraum für das Schwarzpfoten-Felskänguru (black-footed rock-wallaby) bilden. Gesehen haben wir hier leider keines, vielleicht weil wir mitten am Tag hier waren.

Wir übersprangen Standley Chasm und fuhren gleich zum Ellery Creek Big Hole, was Simpsons Gap eigentlich ziemlich ähnlich war, nur dass das Wasserloch um einiges größer und zum Schwimmen freigegeben war. Deswegen waren wir hier natürlich nicht die einzigen. Aber das Wasser war so dermaßen kalt, dass wir wirklich nur eine ganz kleine Runde schwammen und auch gleich wieder draußen waren. Wir machten dann noch Bekanntschaft mit einem deutschen Pärchen aus Thüringen bzw. Ottendorf (bei Mittweida) in Sachsen. Wir trafen uns später wieder auf einer Restarea und tauschten uns über unsere jeweiligen Reiseerfahrungen aus. Es war schön mal wieder ein bisschen in unserer Muttersprache bzw. sogar in unserem Dialekt zu erzählen. Außerdem haben wir ein paar wertvolle Tipps für Kanada erhalten, zumindest was das Aufeinandertreffen mit Bären angeht.

Vorher ging es für uns beide aber erst noch zur Serpentine Gorge mit einem sagenhaften, aber sehr steilen Weg zu einem Aussichtspunkt. Hier durften wir wieder einmal den Anblick der rot leuchtenden Felsen im goldenen Schein des Sonnenuntergangs genießen. Ein Anblick, der wahrscheinlich australientypisch ist. Es ist tatsächlich so, dass Felsen nicht gleich Felsen sind, sie verändern je nach Sonnenlichteinfall ihre Farbe und damit auch irgendwie ihr Aussehen, was man noch besser am Uluru beobachten kann.

Der nächste Tag war einfach nur heiß und staubig. Wir schafften es gerade so, uns die Ochre Pits anzuschauen, die eine besondere Bedeutung für die Aborigines haben, denn hier haben die männlichen Vertreter Jahrtausende lang das Material für ihre Farben gewonnen. Alles in allem ist es zu Tage liegendes Ocker in 3 verschiedenen Tönen: Weiß, Gelb, und rötlich – sozusagen regenbogenfarben.

Gegen Mittag suchten wir uns ein Plätzchen auf dem Ormiston Gorge Campground und dann begann das Drama. Es wurde immer heißer, fast unerträglich. Jojo ging es so schon nicht gut und die Hitze tat ihr übriges. Zu allem Überfluss wehte auch noch ein starker fönartiger Wind, der die ganze Zeit Staub und Dreck auf dem Campingplatz hin und her wirbelte. Es war wirklich kaum zum Aushalten. Irgendwie schafften wir es, den Tag zu überstehen, und wanderten gegen Abend, als es endlich etwas kühler wurde, noch zum Aussichtspunkt.

Am nächsten Tag klingelte der Wecker schon 5.30 Uhr, denn heute hatten wir vor, den Pound Walk zu wandern. Und siehe da, das “schöne” Wetter vom Vortag hatte sich verabschiedet. Der Himmel zeigte sich wolkenverhangen und die Temperaturen wandermäßig gesehen absolut gigantisch. Also zogen wir gegen 7 Uhr los und wanderten in aller Seelenruhe und völlig allein den ca. 7 km langen Trail und kamen in den Genuss von fantastischen Ausblicken. Ab und zu blinzelte sogar die Sonne durch, was für die Fotos ganz gut war. An diesem Tag waren wir ausnahmsweise mal happy über “schlechtes” Wetter, weil es sich so einfach wandern ließ. Um 10 Uhr waren wir dann auch schon fertig mit der Wanderung und daher hatten wir noch genug Zeit uns die Redbank Gorge, etwas weiter westlich, anzuschauen. Und hier hatten wir dann eeendlich Glück, wir sahen, zwar versteckt zwischen den ganzen Felsen und vor dem Eingang einer winzigen Höhle sitzend, ein Schwarzpfoten-Känguru. Vorher hatten uns glücklicherweise 2 Französinnen den Tipp gegeben, die Augen offen zu halten, sonst wären wir wahrscheinlich an diesem possierlichen Tierchen vorbei gerannt.

Gegen Nachmittag gelangten wir dann zum Tylers Pass Lookout. Von hier aus hatten wir den Blick auf die Ebene, die sich hinter den Ranges erstreckte, und mitten drin gab es eine Erhebung von ringförmig angeordneten Bergen. Dieses Phänomen ist extraterrestrischer Herkunft, entstanden durch einen Kometeneinschlag. Nachdem wir einen Platzregen abgewartet hatten, fuhren wir dann noch zu diesem Krater, um uns die Sache mal von Nahem anzuschauen. Innen konnte man 2 kleine Wanderungen machen und erhielt dabei Informationen über die (vermutlichen) damaligen Verhältnisse. Wenn man bedenkt, welche Wucht so ein Einschlag haben muss, um Dreck und Gestein bewegen und letztendlich solche Berge entstehen lassen zu können, dann wird man ganz klein und ehrfürchtig vor so einer Naturgewalt.

 

 

Heiß und Kalt

Am nächsten Tag stand uns die Anfahrt in die Nähe des Watarrka Nationalparks bevor. Um dort hin zu gelangen mussten wir eine Gravelroad namens Mereenie Loop befahren, die sich in Privatbesitz befindet und nur mit Erlaubnis befahren werden darf. Die Permit hatten wir uns in der Glen Helen Station für 6 $ geholt. Wir ließen also wieder ein wenig Luft aus unseren Reifen entweichen und machten uns auf den Weg. Wir hatten schon so einiges über den Zustand der Straße gehört, vor allem dass es richtig schlimm und stark geriffelt sein soll. Nunja, unser Eindruck ist jetzt nicht der schlechteste gewesen. Aber gut, wir sind vielleicht schon erfahrungstechnisch fortgeschritten.

Was allerdings wirklich zu wünschen übrig ließ, war mal wieder das Wetter. Wir hatten unser Nachtlager auf einem Lookout, der auch als Restarea diente, eingerichtet und dort verbrachten wir auch den ganzen Nachmittag. Wolken, Sonne und Regen wechselten sich irgendwie ständig ab, aber dann kam auch noch ein schöner Sturm mit Gewitter hinzu. Das war für Jojo zu viel des Guten. Wir mussten unser Dachzelt wieder einklappen und unsere Notmatratze kam zum Einsatz. Die wurde im Auto auf der Rücksitzbank platziert, die Vorhänge zugezogen und wir quetschten uns dann zu zweit auf die hintere Reihe. Na das war ein Schauspiel. Zum Glück konnte das niemand sehen! Nein, im Ernst, wir hatten kaum Platz und wussten nicht, wie wir liegen sollten, es war also eine richtig besch***** Nacht! Ein bisschen frustriet blinzelten wir am nächsten Tag durch die Vorhänge. Vom Wetter her hatte sich nicht so viel geändert, es war immer noch grau in grau. Aber zumindest kein Donner mehr. Wir fuhren also in Richtung des im Nationalpark gelegenen Kings Canyon, versuchten im Carpark ein bisschen WiFi abzuzapfen und überlegten hin und her, was wir nun mit diesem Tag anfangen sollten. Es gab dann erstmal selbstgemachtes Frühstück in der Picknickarea, wo wir einen Tisch mit Überdachung fanden, während es um uns herum weiter nieselte. Mehr konnten wir diesem Tag dann doch nicht abgewinnen, also fuhren wir zurück zum Freecamp. Hier guckte dann endlich wieder die Sonne durch die Wolken, was für uns Anlass genug war, noch einen kurzen Spaziergang entlang der Klippen zu machen.

Am nächsten Tag wagten wir erneut einen “Angriff” auf die George Gill Ranges, denn wir hatten den Kings Canyon Rim Walk ins Auge gefasst, also den Rundweg auf dem Plateau entlang der tiefen Schlucht des Kings Canyon. Doch zunächst führte uns bei noch kühlen Temperaturen ein kurzer bequemer Weg in den Canyon hinein, der aber auf halber Strecke wegen herabgestürzten Felsen gesperrt war. Unsere Begeisterungsstürme hielten sich also noch in Grenzen. Nagut, Kräfte gesammelt und weiter ging es. Der Rim Walk startet mit einem sehr, sehr, sehr steilen Aufstieg. Oben angekommen, waren wir ganz schön aus der Puste. Während wir uns akklimatisierten und uns umschauten, konnten wir bereits einen kleinen Eindruck vom Canyon-Ausmaß gewinnen.

Achtung: Der Kings Canyon Rim Walk wird an heißen Tagen ab 9 Uhr geschlossen.

Anschließend führte der Weg über Stock und Stein und durch eine Art Mondlandschaft. Oder sagen wir, es sah um uns herum aus, als stünden überall versteinerte Bienenkörbe. Es ging weiter zu verschiedenen Aussichtspunkten und dabei richtig nah an die Felskante des Canyons. Also bloß keinen falschen Schritt machen und schön aneinander festhalten. Der Ausblick auf die gewaltige Schlucht war einfach phänomenal! Auf der gegenüberliegenden Seite sah man die riesige senkrechte Abbruchkante, während man selbst auf einer überhängenden Wand nah am ungesicherten Abgrund stand.

Der Weg führte weiter über einige Holztreppen hinunter in eine Schlucht und von da aus konnte man einen Abstecher zum Garden of Eden machen. Das ist ein unberührtes Wasserloch zwischen Palmen gelegen, wo sich die Tierwelt zum Trinken versammelt. Wenn man noch nie eine Gorge in Australien gesehen hat, ist es sicher ein idyllischer und beeindruckender Ort, für uns ein netter Platz zum verschnaufen, bevor es dann wieder ein paar Holztreppen steil hinaufging, um die zweite Hälfte des Trails zu bewältigen. Während sich die Sonne durch die Wolken kämpfte, spürten wir auch schon, dass es wärmer wurde. Zum Glück hatten wir genug Wasser dabei. Von hier oben war die Sicht wieder bemerkenswert und wir sahen, auf welchen Steilwänden wir erst wenige Minuten zuvor, auf der anderen Seite des Canyons, gestanden hatten. Da wird einem schon etwas mulmig in der Magengrube. Weiter ging es durch die Bienenkorbmondlandschaft zur letzten Etappe. Wir beendeten die Wanderung dann mit schmerzenden Füßen und Knien, da der allerletzte Abschnitt eine ganze Weile treppab führte und das ja bekanntlich kniebelastender ist als ein Aufstieg. Zum Abschluss füllten wir unseren Wasserhaushalt an den –kostenfreien- Trinkwasserspendern am Ende (bzw. am Anfang)des Weges auf.

Geschafft, aber dennoch glücklich und zufrieden, ließen wir uns in die Autositze plumpsen.

 

Die Fahrt in Richtung unseres nächsten Zieles, na ihr ahnt es schon: Uluru im Kata Tjuta Nationalpark, nahmen wir dann auch noch in Angriff.

 

Liebe Grüße

Tom &  Jojo

Ab durch die Mitte

1300 km auf dem Stuart Highway

Mit dem Litchfield Nationalpark im Rücken ging es dann am 20. September wieder zurück nach Katherine (einkaufen, tanken, eben das übliche) und von da aus direkt zu den Bitter Springs im Elsey Nationalpark bei Mataranka. Das ist ein quellengespeister, also natürlicher, Thermalpool, der unter Palmen und tropischen Wäldern gelegen ist.  Wir waren vom ersten Moment an fasziniert von der leuchtend türkisblauen Farbe des Wassers, die durch aufgelösten Kalksteinpartikel entsteht. Wir ließen uns gemütlich von der Strömung im klaren Wasser treiben und stiegen dann am Ende des Schwimmbereichs auf einer Leiter wieder aus dem Wasser. Da das Wasser richtig mollig warm ist, kann man hier auch getrost schon früh um 6 Uhr seine ersten Runden schwimmen. Aber Achtung: Immer daran denken, dass es im Norden Krokodile gibt, also bitte immer alle Schilder und Hinweise beachten.

In Mataranka gibt es noch einen anderen Platz mit Thermalquellen. Diesen suchten wir anschließend auch auf, voller Vorfreude auf noch mehr angenehm warmes Badevergnügen. Als wir den Weg zu den Pools entlangschritten, merkten wir aber schon, dass etwas nicht stimmte. Über unseren Köpfen war ein lautes Gekreische, Gegackere und Gewusel im Gange. Und ein Blick reichte, um Gewissheit zu erlangen, 1000e Little Red Flying-Foxes hingen in Trauben in den Baumkronen. Der Boden unter unseren Füßen war übersät mit gelben, übel riechenden Flecken. Und uns verging die Vorfreude schlagartig. Wir schauten uns die Pools zwar an, die ja ganz vielversprechend aussahen, aber machten sofort kehrt, als wir feststellten, dass diese ebenfalls als Flughundtoilette dienten. Nein danke, das war wirklich nichts für uns.

Vor uns erstreckten sich jetzt genau 1323 km auf dem Stuart Hwy in Richtung Alice Springs, unserem nächsten Ziel. Wir bewältigten diese Strecke in 3 Tagen, machten unterwegs Halt am Stuart Tree, wo der Forscher und Entdeckungsreisende John Stuart angeblich ein S hineingeritzt haben soll, und im Pub von Daly Waters, in dem allerlei Hinterlassenschaften von Reisenden als Zierde an der Decke oder an der Wand befestigt sind. Die Palette reicht von Büstenhaltern, über Polizei- und Feuerwehrabzeichen, Geldscheinen, FlipFlops bis hin zu (deutschen) Nummernschildern. Wir genossen hier ein Bier, bevor wir uns wieder auf den staubigen Asphalt wagten.

Außerdem schauten wir uns die alte Telegraphenstation in Tennant Creek an. In den restaurierten Gebäuden erfährt man allerlei zur Geschichte der Telegraphenleitung, die von Adelaide nach Darwin führte und deren Verlauf auf der Forschertätigkeit des bereits erwähnten Stuart beruht. Dieser durchquerte die Wüsten zwischen Adelaide und Darwin nämlich, um eine passende Nord-Süd Route zu finden, und anhand der später die Telegraphenleitung gebaut wurde. Man muss sich einmal vorstellen, wie die Männer damals, Mitte des 19. Jahrhunderts, mit nur ein paar Pferden, einem Kompass und Verpflegung für einige Wochen ausgestattet, durch dieses unwirtliche Land streiften. Und wie sie auf der Suche nach Wasserquellen, Weideland , Gold und anderen Bodenschätzen nicht nur mit der unerträglichen Hitze, sondern auch mit  Skorbut und anderen Krankheiten oder sogar Verletzungen zu kämpfen hatten. Heute haben wir Autos und Klimaanlagen und sind in wenigen Tagen in Adelaide, währen die Männer damals mehrere Anläufe für die Reisen und nicht weniger als einige Monate insgesamt brauchten (Stuart brauchte für eine Strecke 9 (!) Monate). Aber ohne die von Neugier und Ehrgeiz getriebenen Entdecker, hätte das Innere Australiens damals nicht erschlossen werden können und die Vernetzung des Kontinents, vor allem der südlichen und östlichen Städte, mit dem Rest der Welt wäre nicht realisierbar gewesen.

Die Telegraphenstation waren Relaisstationen, in denen das Morsesignal verstärkt wurde. Das bedeutet, dass die gemorsten Nachrichten empfangen, abgeschrieben und weiter gesendet worden. Aller 250 – 300 km war so eine Telegraphenstation nötig, da die Spannung durch den Widerstand der Leitung und schlechte Isolatoren abnahm und das Signal somit abschwächte. Es mussten ja riesige Distanzen überbrückt werden und was hätte es genützt, wenn am Ende das Signal unvollständig oder überhaupt nicht mehr angekommen wäre. Die Spannung (120V) wurde durch 100 in Reihe geschaltete “Einwegbatterien” bereitgestellt, welche ständig erneuert und zu jeder der Stationen transportiert werden mussten. 

Den nächsten Halt machten wir an den Devils Marbles, riesigen roten und runden Granitfelsen, welche nach dem Glauben der Aborigines die (versteinerten) Eier der Regenbogenschlange darstellen. Wir genossen die ca. 1 km lange Wanderung, die um ein paar der Steine herumführte. Die Felsen leuchteten zu diesem Zeitpunkt rötlich in der Abendsonne und boten interessante Fotomotive. Wir bestaunten auf dem Rundweg die sonderbaren Konstellationen, die uns irgendwie das Gefühl gaben, dass jeden Moment ein Stein umkippen oder herunterfallen müsste. Aber nichts passierte. 

Danach landeten wir in einer recht skurrilen Ansiedlung, nämlich im “U.F.O. Capital of Australia” – genauer gesagt Wycliffe Well. In diesem kuriosen Kaff wird sogar eine U.F.O-Sichtung aller paar Tage garantiert und es zählt damit zu den Top 5 der UFO Hotspots der Welt. Wir schauten uns die bizarren Skulpturen auf dem Platz und die Wandbemalungen an diesem Roadhouse an und verschwanden dann lieber mal, nicht dass wir noch hätten weggebeamt werden können.

Einen letzten Zwischenstopp legten wir vor Alice Springs noch ein und zwar, um wenigstens eine der “Big Things of Australia” sehen zu können. Unsere Aussies lieben es nämlich, riesige Kunstskulpturen aller möglichen Art an den unmöglichsten Orten aufzustellen. Zu sehen gibt es, quer über den Kontinent verstreut, unter anderem Riesen-Erdbeeren, Riesen-Koalas, Riesen-Bananen, Riesen-Schafe und Riesen-Krabben, um nur ein paar wenige zu nennen. Wir schauten uns in der Anmatjere Community den großen Jäger und seine Familie an, die eher zu den traditionellen Giganten Australiens gehören. Da fällt uns gerade ein, dass wir ganz am Anfang unserer Reise doch schon mal einen der Giganten gesehen haben. Das war der große Wal in Eucla, welches am Ende der Nullarbor Plain gelegen ist. Damals hatten wir wahrscheinlich aufgrund des starken Regens gar keinen Blick dafür. (zum Blogbeitrag von damals mit Foto gehts hier lang).

So jetzt wollen wir euch aber auch die aktuellen Fotos nicht länger vorenthalten und wünschen viel Spaß beim Anschauen!

 

Litchfield’s Wasserfälle

Um die Nationalparkrunde komplett zu machen, stand ein Besuch des Litchfield Nationalparks außer Frage. Doch zunächst statteten wir den Berry Springs einen kurzen Besuch ab, welche 30°C warmes Wasser verteilt auf 3 natürliche Pools boten und dazu jede Menge anderer Besucher. Ein netter Zeitvertreib war es trotzdem und augenscheinlich ein beliebtes Ausflugsziel der Bewohner Darwins.

70 km weiter waren wir dann schon im Litchfield Nationalpark. Der Eintritt ist frei und das ist bereits ein Pluspunkt, den wir festhalten konnten.

Da es schon auf Nachmittag zuging, waren wir gleich auf der Suche nach einem geeigneten Campground. Zuvor bewunderten wir aber noch riesige, flache und in perfekter Nord-Süd-Ausrichtung gebaute “magnetische Termitenhügel”.

Einen Platz zum Schlafen fanden wir dann auf einem Campingplatz in der Nähe der Wangi Falls. Diese besuchten wir am nächsten Tag. Ein kurzer aber steiler Weg führte durch ein Stück Regenwald  zum oberen Ende der Wasserfälle und auf der anderen Seite wieder abwärts. Bei schwülwarmen Temperaturen trieb es uns den Schweiß aus allen Poren und wir sprangen anschließend gerne in das kühle Nass des Badelochs.

Am darauffolgenden Tag machten wir eine kurze Wanderung zu den Florence Falls, wo wir in eisigem Wasser schwammen, und anschließend durch den Regenwald, wo wir die Kappe unserer Kamera im Florence Creek verloren und erst mal eine Weile im klaren Wasser danach suchen mussten. Der Weg führte danach noch bis hin zum Buley Rockhole, wo es kaskadenartige Wasserfälle und kleine Felslöcher zum Schwimmen gab. In der Mittagshitze spazierten wir anschließend zum Lookout der spektakulären Tolmer Falls. Diese Wasserfälle stürzen sich in mehreren Stufen ca. 35 m in die Tiefe und das Wasser sammelt sich unten in einem tiefen Becken. Dort, im Schatten des Regenwaldes, sind einige Fledermausarten zu Hause, die besonders geschützt sind. Daher ist auch der Wanderweg, der am Boden der Schlucht entlangführt, zur Zeit gesperrt. Wir waren jedoch mit dem Ausblick vom Lookout vollauf zufrieden, da dieser auch die Sicht auf eine natürliche Brücke bzw. Arch bot, die sich oberhalb der Wasserfälle befand.

Am Nachmittag war unser Friedrich wieder gefragt, denn wir bogen auf die 4WD Strecke, die zum südlichen Ende des Parks führte. Wir schauten uns zunächst das verlassene Blyth Homestead, welches sich neben einer alten Zinn-Mine befindet, an. Es handelt sich hier um eine wirklich kleine Wellblechhütte aus den 1920er Jahren, in der eine ganze Familie ihre Zuhause fand. Wir konnten in einem Familienalbum im Inneren der restaurieren Hütte die Familiengeschichte nachlesen und gewannen einen Eindruck, wie hart es damals für die ersten Siedler in diesen abgelegenen Gebieten Australiens gewesen sein musste.

Während es um uns herum immer heißer wurde, bewältigten wir mit dem Auto weitere 10 km auf der Sandpiste und gelangten auf den Campingplatz Sandy Creek. Von dort aus führt ein ca. 1,4 km langer Weg zu einem versteckten Wasserfall. Außer uns waren nur 3 weitere Leute hier, also hatten wir dieses paradiesische Fleckchen fast für uns allein. Das Wasser war trotz der Tiefe des Pools nicht kalt und so genossen wir, und das war nach dem kurzen aber anstrengenden Marsch auch bitter nötig, die Abkühlung. Wir haben selten so wirklich schöne Plätze für uns allein gehabt, meistens teilt man sich alles mit vielen anderen Campern oder, im schlimmsten Falle, mit dem Inhalt der unzähligen (Outbackabenteuer-)Tourbusse. Das hier war also etwas ganz Besonderes.

Uns war klar, dass es auch im Litchfieldpark Süßwasserkrokodile gibt und wir waren auch immer wachsam. Gerade an so einer einsamen Stelle, schaut man schon dreimal ins Wasser bevor man drin schwimmt. Die kleinen Freshies sind zwar bei weitem nicht so gefährlich, wie ihre salzigen Verwandten, können aber dennoch unangenehme Verletzungen verursachen. Wie wir dann so allein an diesem Badeloch saßen, in vollkommener Stille und uns über alles mögliche unterhielten, ertönte neben uns plötzlich ein entsetzlich lautes reißendes Geräusch. Jojo stieß vor Schreck einen spitzen Schrei aus und hüpfte ein paar Zentimeter in die Höhe. Tom starrte mit aufgerissenen Augen aufs Wasser. Aber dort war alles ganz ruhig. Der Ursprung des Geräusches kam von einer am Ufer stehenden Palme. Dort hatte sich nämlich ein Palmwedel verabschiedet und war mit Karacho ins Wasser geklatscht. Prima.

Über Nacht erholten wir uns aber von dem Schreck und waren am nächsten Tag bereit für die Surprise Creek Falls. Hierbei handelt es sich um tiefe, mit Wasser gefüllte Felslöcher, die nur durch ein Rinnsal eines Wasserfalls miteinander verbunden sind. Zu unserem Erstaunen war das Wasser in den Rockholes richtig warm und wir ließen uns die Gelegenheit nicht nehmen, einmal komplett nackt hineinzuhüpfen. Es war sowieso weit und breit keine Menschenseele zu sehen.

Der Litchfield Park war unser absoluter Favourit im Norden. Es ist zwar ein kleiner, aber dafür wirklich sehr schöner Nationalpark, der genug Attraktionen für 1-2 Tage Aufenthalt zu bieten hat, wenn man mit einem 4WD hinfährt sogar noch mehr. Zudem muss man keinen Eintritt bezahlen und die Campingplätze sind mit unter 10 AU§ mehr als erschwinglich und die meisten sogar mit ordentlichen Toiletten und Duschen ausgestattet.

Darwin

Die Hauptstadt des Northern Territory ist die einzige australische Hauptstadt, die im 2. Weltkrieg bombardiert wurde. Über ein halbes Jahr lang fand das Bombardement durch die Japaner im Jahre 1942 statt. Die Stadt wurde dabei zum großen Teil zerstört . Als sei das nicht schon genug, traf es Darwin im Jahre 1974 erneut, als der Zyklon Tracy, ausgerechnet zur Weihnachtszeit, über die Stadt fegte, und diese nahezu dem Erdboden gleichmachte.

Als wir unser Ziel erreichten, war aber von all dem zumindest auf den ersten Blick nichts mehr zu sehen. Das Wetter war schwülwarm aber freundlich und wir hatten uns in der Tropenstadt für 4 Tage in einem sehr billigen Hotel eingemietet und genossen eine kurze Zeit der Ruhe und des Entspannens in der Zivilisation mit ausgiebigem Faulenzen und Fast Food.

Unser erster Weg außerhalb des Hotels führte uns allerdings erst mal durch den Botanischen Garten.

Jojo: “Ich liebe es einfach durch diese grünen Oasen zu wandern und dabei barfuß durch das grüne Gras zu schlendern oder den Schatten unter irgendwelchen uralten Bäumen aufzusuchen.”

Wer unseren Blog schon länger verfolgt, hat vielleicht schon festgestellt, dass wir bisher in jeder größeren Stadt auch den botanischen Garten aufgesucht haben. Wiegesagt, es ist immer ein Ort der Erholung und außerdem jedes Mal kostenfrei gewesen.

Am Abend bummelten wir dann über die Mindil Beach Sunset Markets, welche den kosmopolitischen Charakter der Stadt wiederspiegeln.  Hier wehten uns Gerüche von Gerichten aus aller Welt um die Nase und wir probierten uns auch hier und da durch. Außerdem gab es allerlei Kliimbim zu kaufen, über Schmuck, Didgeridoos bis hin zu Krokodillederwaren – eben alles was das Touristenherz begehrt. Zum Sonnenuntergang zog es dann fast alle Marktbesucher zum Strand hinunter, wo wir alle gemeinsam das Schauspiel bestaunten. Hier war es fast so schön wie in Broome am Cablebeach.

Ansonsten gingen wir in Darwin ein bisschen shoppen (es findet sich doch IMMER irgendetwas was man gebrauchen kann), krochen durch die WWII Oil-Storage Tunnel, alte Öl-Lagerstätten, die zur Versorgung der  Marine im Jahre 1942 angelegt, aber nie komplett fertig gestellt wurden, und besuchten die Museum & Art Gallery.  Hier wartete nicht nur eine Ausstellung über den Wirbelsturm “Tracy” (mit Hörprobe) darauf, erkundet zu werden, sondern es gab auch Malereien und andere indigene Kunstwerke zu bestaunen. Ein bisschen versteckt, lauerte uns das Leistenkrokodil “Sweetheart” auf! Aber zum Glück fristete es nur ein ausgestopftes Dasein. Wir erfuhren, dass Sweetheart mehrere Fischerboote angegriffen hatte und den Versuch, es umzusiedeln, leider nicht überlebt hatte. “R.I.P. Sweetheart”

Darwin erschien uns als sehr grüne und geschichtsträchtige Stadt. Es gibt wunderschöne Strände, bei denen man allerdings auf der Hut vor Würfelqualle sein muss, Krokodile verirren sich allerdings eher selten dorthin. Wir haben in Darwin etwas gefunden, was wir vielleicht in anderen australischen Städten ein bisschen vermisst haben, weil dies eine Stadt mit richtig spannender Vergangenheit ist, die sich aber trotz einiger Schicksalsschläge wieder aufgerappelt hat.

Uns hat es in Darwin gut gefallen.